Umm Habibah Ramlah bint Abi Sufyan

Waraqah bin Nawfal, 'Uthman bin Huwayrith bin Asad, Zayd bin 'Amr bin Nafil and 'Ubaydullah bin Jahash waren die vier Freunde, welche von der Götzenanbetung in Arabien entmutigt wurden. Sie pflegten immer zusammenzukommen und darüber zu diskutieren. Eines Nachts kamen sie zu der Entscheidung die wahre Religion von Ibrahim zu suchen, welche der gerade Weg der Rechtschaffenheit war. Nachdem sie sich getroffen haben, verstreuten sie sich in verschieden Richtungen, um die wahre Religion des Propheten Ibrahim zu finden.

Waraqah bin Nawfal gab die Götzenanbetung auf, hörte auf das Fleisch von Tieren zu essen, welches im Namen der Götzen geopfert wurden und konnte die Torah und Injil auswendig.

Seine Cousine Khadijah brachte Muhammad (Frieden und Segen seien auf ihn) zu ihm als er die erste Offenbarung in der Höhle von Hira erhielt. Waraqah sagte ihr, dass es derselbe Engel war, welcher die Botschaften von Allah zu den früheren Propheten brachte und dass Muhammad als letzter Gesandte ausgewählt wurde, dessen Erscheinung sowohl in der Torah als auch im Injil vorherbestimmt wurde. Bald würde er zu dieser großen Position empor gehoben und die gesamte Nation würde sich gegen ihn richten und er würde gezwungen werden aus seine Heimat zu flüchten. Er verstarb bevor Muhammad (Frieden und Segen seien auf ihn) sich öffentlich als letzen Propheten von Allah erklärte.

Uthman bin Huwayrith bin Asad reiste nach Syrien und arbeitete als Missionar für das Christentum. Er wurde ein vertrauter Freund des römischen Kaiser Caesar und ihm wurde eine päpstlichen Position zugesprochen.

Zayd bin Amr bin Nafil gab die Götzendienerei auf. Er hörte damit auf tote Tiere und ihr Blut zu trinken. Er hasste es das Fleisch von geopferten  Tieren zu essen und sprach oft von der wahren Religion des Propheten Ibrahim (Frieden und Segen sein auf ihn). Er starb ebenfalls vor der Verkündung von Muhammad als Gesandten Allahs.

Ubaydullah bin Jahash zweifelte zwischen der Wahrheit und Falschheit. Er heiratete die wunderschöne, intelligente und gebildete Tochter des Stammenführers der Quraisch, Abu Sufyan Sakhr bin Harb.

Es war zur der Zeit als Makkah von der Nachricht erschüttert wurde, dass Muhammad (Frieden und Segen seien auf ihn) alle Götzen ablehnte. Er lud die Leute dazu ein Allah zu dienen und verkündete, dass er der letzte Prophet und Gesandte sei. Die weise Tochter von Abu Sufyan, Ramlah, nahm den Islam an und auch ihr Ehemann tat dies. Seine zwei Brüder 'Abdullah bin Jahash und Abu Ahmad bin Jahash wurden auch Muslime.
Seine Schwestern, Zaynab bint Jahash und Hamnah bin Jahash konvertierten ebenfalls zum Islam. Zaynab trat in die ausgewählte Gruppe der Mutter der Gläubigen ein. Die gesamte Familie war glücklich dem Aufruf zum Islam gehorcht zu haben, außer Ubaydullah, der währenddessen in Abessinien das Unglück hatte den Islam abzulehnen, nachdem er ihn akzeptiert hatte.

Abu Sufyan Sakhr bin Harb war der Stammesführer der Quraisch, welcher die Ungläubigen in ihren vielen Kriegen gegen die Muslime leitete. Seine Tochter Ramlah hatte zwei Söhne Yazid und Muawiyah. Ramlah nahm den Islam an als die Muslime einen großen Widerstand erlebten und auf grausame Weise verfolgt wurden. Abu Sufyan war ein sehr mächtiger Mann, aber er war im Falle seiner Tochter Ramlah hilflos. Sie war ein hilfloses und gebrechliches Mädchen, aber er konnte sie nicht davon abhalten den Islam anzunehmen, als sie sich öffentlich zum Islam bekannte.

In der Zwischenzeit, nachdem man sich von der Situation einen Überblick veschaffte , entschied der Prophet (Frieden und Segen seien auf), dass die treuen Helfer des Islam genug Widerstand von den Quraisch ertragen mussten. Sie müssten auswandern und er befahl ihnen nach Abessinien zu gehen, wo der Herrscher für seine Freundlichkeit und Gastfreundlichkeit zu Flüchtlingen von tyrannsicher Herrschaft bekannt war.

Ramlah bint Abu Sufyan und ihr Ehemann waren unter der zweiten Gruppe der Migranten, welche nach Abessininen zogen. Dort gebahr Ramlah eine Tochter, namens Habibah. So wurde Ramlah als Umm Habibah bekannt. Die Tage vergingen rasch für sie, während sie damit beschäftigt war ihr kleine Tochter groß zu ziehen und sie vebrachte jede freie Zeit in Gebeten und Andacht.

Eines Nachts träumte sie, dass das Gesicht ihres Ehemannes vestümmelt wird. Sie erwachte panisch, aber sie war zu nervös, um ihrem Ehemann über ihren Traum zu berichten. Einige Tage später erzählt er ihr, dass er ursprünglich ein Christ war und dann zum Islam konvertierte. Seit er jedoch nach Abessinien kam durchging er eine sorgfältige Überlegung und folgerte, dass das Christentun das beste System des Glaubens aufzeigte, um ein erfoglreiches Leben zu führen. Daher war er widerrufend und kehrte zu den Lehren des Christentum zurück. Er gab ihr den Rat dasselbe zu tun und eine Christin zu werden.
Plötzlich ergriff es Ramlah und sie wusste, dass es das war, was ihr Traum besagte. Die Verwandlung des Gesichts von ihrem Ehemann von einer überlegenen zu einer gesenkten Form und seine Verstümmlung bedeuteten, dass er seine Identität als Muslim verlor. Dann erzählte sie von ihrem Traum, in der Hoffnung, dass ihm dies zumindest die Angst vor Allah in seinem Herzen einflößte. Aber er war schon zu weit auf dem abgeirrten Weg. Nicht nur sein Gesicht, sondern auch sein Herz wurden verstümmelt. Er fing an zu trinken und war so süchtig, dass er die meiste Zeit betrunken war. Umm Habibah war nun verzweifelt und um die Zukunft von ihrer Tochter und sich selbst besorgt. Sie betete zu Allah ihr Stärke zu geben, damit sie standhaft in ihrem Glauben bleibt.

Nach einiger Zeit verstarb Ubaydullah wegen übermäßigem Trinken. Umm Habibah war natürlich erlöst, aber was sollte sie nun tun und wie sollte sie überleben? Nur zwei Dingen hielten sie beschäftigt – das Aufziehen ihrer Tochter und ihre Gebete. Manchmal kam sie mit den anderen muslimischen Frauen in Abessinien zusammen, um über die neusten Entwicklungen zu sprechen. Ruaqyyah, die Tochter des Propheten (Frieden und Segen seine auf ihn), Asma bint Umays und Laylah bint Abi Hashmah waren die begehrten Damen mit denen sie ihre Freizeit verbrachte. Doch bald kehrten diese Damen wieder nach Hause zurück. Dennoch gab es auch andere Frauen mit denen sie gut auskam und so verblieb sie geduldig.

Die Jahre vergingen und Situation der islamischen Welt veränderte sich und die Kämpfe wurden weiterhin ausgetragen. Der Vertrag von Hudaybiyah wurde unterzeichnet. Eines Nachts, während sie tief eingeschlafen war, träumte sie, dass jemand ihr zurief: „Mutter der Gläubigen“. Als sie aufwachte fühlte sie nicht nur ein Gefühl der Glückseligkeit, sondern war überaus entzückt. Währenddessen wanderte der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) nach Al-Madinah aus und der erste islamische Staat wurde gegründet. Eine Person, während sie ihm über den Stand der Dinge in Abessinien unterrichtete, erwähnte, dass Umm Habibah, die Tochter einer wohlhabenden und edlen Familie, von der Hand im Mund lebte. Nachdem ihr Ehemann zurückfiel und verstarb, lebte sie unter tragischen Umständen. Als der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) das hörte, sandte er Amr bin Umayyah nach Najashi mit der Botschaft, dass Umm Habibah ihn heiraten kann, wenn sie denn wollte.

Als Najashi diese Nachricht erhielt, entsandte er seine Sklavin Abraha zu Umm Habibah. Umm Habibah war überglücklich als sie von der Anfrage hörte. Sie war so glücklich, dass sie Abraha den ganzen Silberschmuck schenkte, den sie trug – Armreife, Fußringe und Ringe. Abraha teilte ihr auch mit, dass sie jemanden ernennen soll, der sie bei der Heiratszeremonie vertreten soll. Umm Habibah wählte ihren Verwandten von dem Stamm der Quraisch, Khalid bin Said bin Aas.

An diesem Abend schickte Najashi eine Nachricht zu Jafar bin Abi Talib, um ihn zu fragen, ob er seine ganzen muslimischen Freunde zu diesem Ort bringen kann. Als alle Flüchtlingsmuslime im Hof versammelt waren, verkündete er die Nachricht von Umm Habibahs Hochzeit. Nachdem er den Allmächtigen gepriesen hat, sagte er, dass er eine Anfrage von Seinem Gesandten erhalten habe die Hochzeit mit Umm Habibah für ihn zu arrangieren und er gab ihr eine Mitgift von vierhundert Dinar.

Dann sprach Umm Habibahs Stellvertreter, Khalid bin Said bin Aas, das Ehegelöbnis aus und sagte,

*“Gepriesen sei Allah und ich preise Ihn, suche Seine Hilfe und bitte Ihn um Vergebung. Ich bezeuge, dass keiner das Recht hat angebetet zu werden außer Allah und Muhammad ist Sein Diener und Gesandter, den er mit der wahren Religion sandte und Er entsandte mit ihm die Rechtleitung auf den geraden Weg, damit Seine Religon alle anderen falschen Religionen überwältigt, obwohl die Polytheisten es nicht wollen. Ich habe die Anfrage des Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn) angenommen und verheirate Umm Habibah bint Abu Sufyan mit ihm. Möge Allah diese Ehe segnen und sie für Muhammad (Frieden und Segen seien auf ihn) ergiebig machen.“

Dann gab Najashi Khalid bin Said ihr vierhundert Dinar. Als alle Gäste aufstanden um zu gehen, bat Najashi sie für ein Abendessen zu bleiben, welches er zur Feier der Hochzeit vorbereitet hatte.

Umm Habibah war Allah gegenüber so dankbar für die Ehre, die ihr zukam, weil sie nun eine der Mütter der Gläubigen ist, sodass sie Abraha zu sich rief und ihr eine Geldsumme von fünfzig Dinar gab. Sie sagte, dass sie dank der Gnade von Allah nun genug hatte und entschuldigte sich dafür, dass sie sie nicht früher in einer angemessenen Art und Weise belohnt hatte, als sie zur dieser Zeit nichts hatte außer die kleinen Schmuckstücke, die sie ihr gab. Sie fragte Abraha, ob sie s Kleidung und Schmuck für sie machen könnte. Abraha beschenkte sie hochachtungsvoll mit einer kleinen Tasche. Sie enthielt einige teure Parfüms, welche Najashi durch seine Ehefrau Umm Habibah schickte. Und Abraha beschenkt sie mit dem gleichen Schmuck, welchen sie vorher von ihr bekommen hatte und entschuldigte sich für den Mangel an Güter. Sie schickte auch dem Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn) die Nachricht, dass sie den Islam angenommen hat, aber es jedoch geheim hielt. Sie sagte ihr, dass wenn Umm Habibah den geliebten Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn) traf, sollte sie ihn ohne Zögern  Grüße von ihr bestellen denn dies wäre die größte Gunst, die sie für eine arme Frau wie sie tun könnte.

Als Umm Habibah Al-Madinah erreichte, erzählte sie dem Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn) über die Geschehnisse in Abessinien und über die Güte von Najashi und wie die Hochzeit verlief. Sie erzählte ihm auch von der Sklavin Abraha und die hochachtungsvollen Grüße, die sie ihm schickte. Der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) war über ihre Nachricht sehr erfreut. Als er ihre Grüße erwiderte, betete er zu Allah, dass er sie mit Fülle segnen soll. Abu Sufyan erfuhr von der Hochzeit seiner Tochter und zeigte Freude, trotz der Tatsache, dass er den Islam noch nicht annahm. Er sagte, dass der Prophet (Frieden und Segen seine auf in) die Jugend ist, die niemals sein Gesicht verliert und immer geehrt wird.
Als die Quraisch den Vertrag von Hudaybiyah brachen, kam Abu Sufyan nach Al-Madinah, um den Vertrag zu erneuern. Er besuchte seine Tochter. Grad als er sich setzen wollte, machte Umm Habibah einen schnellen Schritt nach vorne und rollte eine helle Decke ein, welche ausgebreitet war. Er war verwundert und fragte sie, ob er der Decke nicht würdig ist oder ob die Decke nicht würdig für ihn ist. Sie antwortete, dass diese Decke eigentlich von einem sehr reinen und sauberen Propheten benutzt wird und kein Götzenanbeter darauf sitzenn darf, weil er unrein ist. Daher rollte sie sie wieder auf und räumte sie aus dem Weg. Abu Sufyan war sehr beschämt und sagte, dass sie seit sie von ihm weggezogen ist,  ihre Manieren verloren hatte. Sie antwortete, dass das Verhalten im Islam sie andere Werte gelehrt hat und dass Reinheit jetzt eine andere Bedeutung für sie hat. Da er mit diesen Konzepten nicht vertraut war, fühlte er sich verletzt. Sie sagte, „ ich war dankbar, dass Allah mich auf dem Weg des Islam leitete. Ich war überrascht, dass mein Vater, trotz dass er einer der bedeutsamsten Stammesführer der führenden Stämme der Quraisch war, den Islam noch nicht akzeptierte. Er war für weltliche Standards  in einer stolzen Position, aber was die Normen  einer rationalen Religion anbelangt, so war er zurück geblieben. Wie konnte er wohl ein Stück Stein anbeten, was sowohl blind als auch gehörlos war und ihm weder auf seine Gebete antworten und sie auch nicht ablehnen konnte. Abu Sufyan war mit dem, was ihm seine Tochter sagte, nicht glücklich. Er fragte sie, wie er wohlmöglich zu diesem Zeitpunkt eine Religion den Rücken zukehren könnte, die seine Vorväter seit Generationen verfolgten und verließ das Haus seiner Tochter.

Es war der innigste Wunsch von Umm Habibah, dass ihr Vater und ihr Bruder zu den Lehren des Islam finden und die Belohnung eines gesegneten Paradieses ernten. Sie wollte nicht, dass sie  in dem Zustand von Unglauben wie Abu Jahl, Walid bin Al-Mughirah, 'Aas bin Wa'il, 'Utbah bin Rabi'ah and Shaybah bin Rabi'ah von dieser Welt gehen. Während dem Ereignis der Eroberung von Mekkah, als Abu Sufyan und Muawiyah Allah und Seinem Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn)  den Treueeid schworen, kannte ihre Freude keine Grenzen. Die folgende Ayah wurde offenbart,
*"Vielleicht wird Allah Zuneigung setzen zwischen euch und denen unter ihnen, mit denen ihr in Feindschaft lebt; denn Allah ist Allmächtig und Allah ist Allverzeihend, Barmherzig." (60:7)
 
Abdullah bin Abbbas sagte, dass dieser bestimmte Vers an dem Ereignis der Eheschließung von Umm Habibah mit dem Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn) offenbart wurde. Diese Ehe beeinflusste wichtige Stammführer und berühmte Führer wie Abu Sufyan, Muawiyah und Yazid bin Abu Sufyan, um den Islam zu verstehen und um dem Rang des Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn) beizutreten.
 
Abu Al-Qasim bin Asakar zitierte Hasan, der sagte, dass Muawiyah eines Tages den Propheten (Frieden und Segen sein auf ihn) besuchte, während er mit Umm Habibah zusammen saß. Als er dabei war sich umzudrehen, um zu gehen, rief ihn der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) und lud ihn ein mit ihnen zusammen zu sitzen.
 
Der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) sagte ihm dann, dass er sich aufrichtig wünscht, dass die drei zusammen sitzen sollen und den reinen Geschmack des Paradies genießen sollen.
 
Diese Wörter beinhalteten, dass alle drei, wenn Allah will, im Paradies sein werden. Auf einer ähnlichen Weise ist die frohe Botschaft für Umm Habibah in einer sehr berühmten Aussage des Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn) beinhaltet; denn er wurde von Allah beauftragt nur Frauen zu heiraten, die das Paradies verdienen.
 
Also bedeutet dies, dass in dieser irdischen Existenz allen Mütter der Gläubigen die frohe Botschaft übermittelt wurde, dass sie im Jenseits im Paradies sein werden.
 
Der Name von Najashi, der Herrscher von Abessinien, lautete eigentlich Ashamah, was "Geschenk" bedeutet. Denn er war ein sehr großzügiger Mann war, der den Unterdrückten und Bedürftigen immer Geschenke gab. Sein Name passt sehr gut zu ihm. Er war ein sehr netter und verständnsivoller Herrscher. Er wurde Muslim, nachdem er die islamische Lebensweise der muslimischen Flüchtlinge sah. Der Engel Jibril informierte den Propheten (Frieden und Segen seine auf ihn) als er aufgrund von natürlichen Umständen verstarb. Der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) betete zu Allah für die Vergebung seiner Sünden. Alle Flüchtlinge - die Gefährten und Gefährtinnen - die den Frieden und die Religionsfreiheit in seinem Königreich fanden, trauerten sehr, als sie die Nachricht von seinem Tod erreichte. Alle von ihnen erinnerten sich an sein Mitgefühl, seine Freundlichkeit, seine Kooperation und seinen Schutz, den er ihnen in schweren Zeiten gewährte. Sie beteten, dass seine Sünden vergeben werden und er einen Platz in Paradies bekommt.
 
Gemäß dem Wissen, der Meisterhaftigkeit über Hadith und Redegewandheit von Umm Habibah, wird sie als dritte in der Rangordnung der Mütter der Gläubigen platziert. Der erste Rang gehört Aishah und der zweite gehört Umm Salamah. Es gibt fünfundsechzig Hadiths, die von ihr überliefert wurden. Einige von ihnen sind von Männern wie Mu'awiyah, 'Abdullah bin 'Utbah bin Abu Sufyan, 'Urwah bin Zubayr, Salem bin Shawal bin Maki, Abu Al-Jarrah Qurashi zitiert worden. Die Frauen - Zaynab bint Umm Salamah Makhzumiyyah und Safiyyah bint Shaybah Abdariah zitieren andere.
 
In Sahih al-Bukhari wird erwähnt, dass drei Tage, nachdem sie die Nachricht von dem Tod ihres Vaters ereilte, nach Parfüm fragte. Sie sagte dann, dass  sie an diesem Tag keinen Bedarf an Parfüm hatte, aber der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) gesagt hatte,
 
*"Es ist einer muslimischen Frau, die an Allah und den jüngsten Tag glaubt, nicht erlaubt, mehr als drei Tage für eine Person zu trauern, außer für ihren Ehemann. Dann soll sie vier Monate und zehn Tage trauern."
 
Es gibt einen anderen Hadith, der mit Umm Habibah verbunden wird, in dem von Abdul Jarrah Qurashi in Musnad Abu Yala über Siwak berichtet wird. Sie sagte, dass der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) sagte,
 
*"Wenn es nicht so schwierig gewesen wäre, hätte ich meiner Ummah befohlen, dass sie ihre Zähne mit Siwak vor jedem Gebet säubern sollen, so wie sie die Gebetswaschung vor dem Gebet vollziehen."
 
Ein anderer Hadith den sie überlieferte, wird in Musnad Abu Yalah, Musnad Abu Ahmad und von vielen anderen autoritären Quellen der Hadiths wie zum Beispiel Abu Dawud, An-Nasai, At-Tirmidhi und Ibn Majah zitiert. Dies bezieht sich auf das Mittagsgebet. Der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) sagte,
 
*"Derjenige, der vier freiwillige Rakah vor oder nach dem verpflichtenden Mittagsgebet verrichtet,  für den wird Allah das Höllenfeuer verbieten."
 
Als Jemand die Nachricht überbrachte, dass Uthman bin Affan als Märtyrer in seinem Haus, nachdem er belagert wurde, verstorben war, war sie so aufgeregt, dass sie dafür betete, dass die Hände des Mörders abgehackt werden und dass er öffentlich blamiert und bloßgestellt wird. Und Allah erfüllte ihr Gebet. Ein Mann trat in das Haus des Mörders ein und attackierte ihn mit einem Schwert; und als der Mörder versuchte sich zu mit seiner rechten Hand zu schützen, wurde diese abgehackt. Dann versuchte er zu fliehen und rannte auf die Straße und hielt sein Gewand mit den Zähnen. Aber er schaffte es nicht und das Gewand fiel zu boden und er war nackt vor dem ganzen Leuten auf der Straße.
 
Während der Herrschaft ihres Bruders Muawiyah besuchte sie Damaskus und es war während des Kalifats, als sie in Al-Madinah im 44. Jahr nach der Hijrah verstarb. Vor ihrem Tod schickte Umm Habibah Aisha und Umm Salamah eine Nachricht, in der sich sich für jede Verletzung entschulidgte, die sie getätigt haben könnte, als sie sich uneinig waren oder Streitigkeiten aufkamen. Sowohl Aishah als auch Umm Salamah waren von dieser Geste sehr berührt.
 
*"O du ruhige Seele!  Kehre zurück zu deinem Herrn wohlzufrieden und mit (Allahs) Wohlwollen. So schließ` dich dem Kreis Meiner Diener an. Und tritt ein in Mein Paradies." (89:27-30)