Zaynab bint Jahsh

 

Sie war die Tochter von Umaimah bint Abdul Muttalib bin Hashim, welche die Tante väterlicherseits des Gesandten Allahs war. Ihr Bruder war der angesehene Feldherr Abdullah bin Jahsh. Ein anderer Bruder, Abu Ahamd bin Jahsh,  war ein bekannter Autor der religiösen Poesie. Ihre Schwester Hamnah bint Jahsh war eine andere sehr bekannte Gefährtin. Ihre Onkels väterlicherseits waren die Märtyrer Hamzah bin Abdul Muttalib und Abbas bin Abudl Muttalib, welcher durch seine Wohltätigkeitsarbeiten bestens bekannt war. Ihre Tante väterlicherseits war Safiyyah bint Abdul Muttalib bin Hashim.

 

Sie wurde ungefähr dreißig Jahre vor der Hijrah des Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn) geboren. Sie wurde von den Lehren ihres Bruders Abdullah bin Jahsh beeinflusst, sodass sie zum Islam konvertierte. Wunderschön, intelligent, weise und von edler Abstammung war sie und wurde von vielen beneidet.

 

Die ansteigende Beliebtheit und Einfluss des Islam ließ einen gewaltigen Zorn unter den Quraisch entstehen. Die neuen Konvertiten wurden mit unbeschreiblichen Torturen konfrontiert. Einige ließ man auf Betten mit heißen Kohlen legen, während andere nackt durch den brennenden Wüstensand geschliffen wurden. Andere wiederum wurden in Strohmatten gerollt und über Rauch gehangen, um sie zu ersticken. Jeden Tag sah man neue Methoden, um diese Leute auf diese Weise zu quälen, weil sie die Treuepflicht zu Allah geschworen hatten.

 

Der einzige Grund dafür war, dass sie den Glauben und die Praktiken des Islam aufgeben sollten. Makkah wurde zu klein, um sie und die Quraisch dort beide wohnen lassen zu können. Der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) ermahnte seine Gefährten und Freunde Geduld und Mut zu bewahren, aber letztendlich gab er ihnen den Befehl auszuwandern; zunächst nach Abessinien danach nach Al-Medinah. Unter der Führerschaft von Abdullah bin Jahsh , wanderte die Familie Jahsh aus. In der Karawane befand sich auch der blinde Poet Ahmad bin Jahsh, welcher für seine linguistische Meisterhaftigkeit bewundert wurde. Er schrieb ein episches Gedicht, welches die von den Quraisch zugefügte Qualen, die Gründe für die Auswanderung und den heldenhaften Taten der Muslime im Detail beschrieb. Dieses Gedicht wird als Meisterwerk der arabischen Literatur betrachtet.

 

Die Zeit verging friedlich in Al-Medinah. Es entstand eine Verbundenheit zwischen den Einwanderern und den Ansar, welche die ursprünglichen Einwohner waren  und die Atmosphäre, gefüllt mit brüderlicher Liebe und Zuneigung, schufen.

Es schien als ob sie Mitglieder einer vereinten Familie waren. Die beste Person in dieser Gesellschaft war weder Herr noch Sklave, weder Mann noch Frau, weder reich noch arm, jedoch ein gottesfürchtiger Mensch von gutem Charakter und guter Moral.

 

Im Zusammenhang solch einer idealen Gesellschaft schlug der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) seinem Cousin Zaynab vor, denn er hatte entschieden sie mit Zayd in Harithah, seinem adoptieren Sohn und ein befreiter Sklave, zu verloben. Als Zaynab davon hörte war sie verblüfft. Sie sagte ihm, dass sie von einer edlen Familie stammte und sie weder begeistert noch gewillt sei einen befreiten Sklaven zu heiraten. Sie war in Zweifel, ob sie sich verstehen würden. Er antwortete, dass er Zayd für sie ausgesucht hatte und sie es akzeptierten sollte. Bevor Zaynab antworten konnte wurde dem Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn) eine Ayah offenbart. Die Ayah ist von der Surat At-Ahzab,

 

*’’Und es ziemt sich nicht für einen gläubigen Mann oder eine gläubige Frau, dass sie - wenn Allah und Sein Gesandter eine Angelegenheit beschlossen haben - eine andere Wahl in ihrer Angelegenheit treffen. Und der, der Allah und Seinem Gesandten nicht gehorcht, geht wahrlich in offenkundiger Weise irre.“ (33:36)

 

So heirateten Zaynab und Zayd, jedoch ließen sie sich aufgrund ihrer völlig verschiedenen sozialen Hintergründe scheiden, denn ihr Eheleben war weit von einem friedlichen entfernt.

 

Zaynab war voreingenommen und von vorne herein war die Beziehung immer angespannt. Zayd fühlte, dass der Respekt und die Wichtigkeit, welche ein Ehemann von seiner Ehefrau bekommen sollte, ihm nie gegeben wurde. Enttäuscht von seiner Ehe ging er zu dem Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn) und erzählte ihm, dass er sehr wütend darauf sei, dass er und Zaynab völlig unverträglich seien. Der Rat, welchen er vom Propheten erhielt, hatte Allah im edeln Koran niedergefasst,

 

*“Behalte deine Frau für dich und fürchte Allah.“ (33:37)

 

Trotz der besten Bemühungen funktionierte die Ehe nicht und schließlich ließ er sich von Zaynab scheiden.

 

Die Araber dachten, dass es falsch von  einem Mann sei die Witwe oder die Geschiedene seines adoptierten Sohn zu heiraten. Allah wollte diesen unzivilisierten Brauch abschaffen, so entsandte Er den Engel Jibril, um dem Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn) heimlich zu erzählen, dass Zaynab eines Tages seine Ehefrau wird. Er war sehr betrübt, da es gegen die akzeptierte Verhaltensnorm war. Er fürchtete soziale Kritik und war sehr beschämt und verlegen wegen den Auswirkungen. Aber diese Entscheidung wurde in den Himmeln von Allah gefällt und schon bald erhielt er die Offenbarung,

 

*“Und da sagtest du zu dem (Zayd bin Harithah), dem Allah Gnade erwiesen hatte ( indem er ihn zum Islam leitete) und dem du Gnade erwiesen hattest (indem er ihn freiließ): ""Behalte deine Frau für dich und fürchte Allah."" Und du verbargst das, was du in dir hegtest, das, was Allah ans Licht bringen wollte, und du fürchtetest die Menschen (i.e, ihre Aussage, dass Muhammed (Frieden und Segen seien auf ihn) die geschieden Frau seines freigelassenen Sklaven heiratete), während Allah es ist, Den du in Wirklichkeit fürchten sollst. Dann aber, als Zaid seine eheliche Beziehung mit ihr beendet hatte (i.e. sie scheidete), verbanden Wir sie ehelich mit dir, damit die Gläubigen in Bezug auf (die Heirat mit den/) die Frauen ihrer angenommenen Söhne nicht in Verlegenheit gebracht würden, wenn diese ihre ehelichen Beziehungen mit ihnen beendet haben. Und Allahs Befehl muss vollzogen werden.“

 

Als Zaynab ihre Wartezeit vervollständigt hatte, schickte der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) eine Anfrage durch Zayd bin Harithah. Als er zu ihr ging, knetete sie Teig; Während sie ihm den Rücken zuwandte, gab er ihr die Botschaft des Propheten, dass er wollte, dass sie zu der ausgewählten Gruppe der Mütter der Gläubigen beitreten sollte. Sie sagte, dass sie ihm nicht direkt antworten konnte, sondern ihren Herren befragen muss. Sie betete zu Allah, um Rechtleitung. Sie war immer noch mitten im Gebet, als der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) eine Offenbarung erhielt, dass die Eheschließung schon in den Himmeln von Allah selbst vollzogen wurde. Nach diesem göttlichen Befehl, ging der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) direkt zu Zaynab, ohne die Formalitäten zu beachten, welche mit Bekannten und Freunden vollzogen werden. Er informierte sie nicht im voraus, noch fragte er um Erlaubnis. Es gibt einige außergewöhnliche Aspekte bezüglich dieser Ehe.

 

*Nur der Befehl des Koran war als Vormund oder Zeuge zur Grunde gelegt.

 

*Es schaffte einen barbarischen Brauch ab, welcher das Blut der Verwandtschaft mit einem adoptierten gleichstellt; indem der Vater nicht die Exfrau oder Witwe des adoptierten Sohn heiraten konnte.

 

*Zaynab pflegte den anderen Müttern der Gläubigen sehr stolz zu sagen, dass ihre Ehe nicht von ihrer Familie, sondern von Allah über den Himmeln mit Seinem geliebten Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn) geschlossen wurde.

 

Wenn die Heuchler den Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn) wegen seiner Ehe kritisierten, antwortete Allah,

 

„Es bringt den Propheten in keine Verlegenheit, was Allah für ihn angeordnet hat. Das war Allahs Vorgehen gegen jene, die vordem dahingingen, und Allahs Befehl ist ein unabänderlicher Beschluss- jene, die Allahs Botschaften ausrichteten und Ihn fürchteten und niemanden außer Allah fürchteten. Und Allah genügt als Rechner.“(33:38-39)

 

Und um die kleineren Punkte noch bessere zu erklären, offenbarte er Ayat, welche auch wieder Teile von Surat Al-Ahzab sind,

 

„Muhammad ist nicht der Vater eines eurer Männer, sondern der Gesandte Allahs und der letzte aller Propheten, und Allah besitzt die volle Kenntnis aller Dinge.“

 (33:40)

 

Bei diesem Anlass offenbarte Allah den Befehl, welcher die Meinung über einen adoptieren Sohn deutlich erklärte,

 

„noch hat Er eure adoptierten Söhne zu euren (wirklichen) Söhnen gemacht. Das ist (nur) Gerede aus euren Mündern; Allah aber spricht die Wahrheit, und Er zeigt (euch) den Weg. Nennt sie (eure Adoptivsöhne) nach ihren Vätern.“

 (33:4-5)

 

Bei dieser Hochzeit offenbarte Allah die Offenbarung bezüglich des Hijab und machte klar, dass kein Mann nach dem Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn) die Mütter der Gläubigen heiraten durfte. Diese zwei Befehle wurden in der Ayat derselben Surat offenbart,

 

 

„O ihr, die ihr glaubt! Betretet nicht die Häuser des Propheten, es sei denn, dass euch zu einer Mahlzeit (dazu) Erlaubnis gegeben wurde. Und wartet nicht (erst) auf deren Zubereitung, sondern tretet (zur rechten Zeit) ein, wann immer ihr eingeladen seid. Und wenn ihr gespeist habt, dann geht auseinander und lasst euch nicht aus Geselligkeit in eine weitere Unterhaltung verwickeln. Das verursacht dem Propheten Ungelegenheit, und er ist scheu vor euch, jedoch Allah ist nicht scheu vor der Wahrheit. Und wenn ihr sie (seine Frauen) um irgendetwas zu bitten habt, so bittet sie hinter einem Vorhang. Das ist reiner für eure Herzen und ihre Herzen. Und es geziemt euch nicht, den Gesandten Allahs zu belästigen, noch (geziemt es euch,) seine Frauen jemals nach ihm zu heiraten. Wahrlich, das würde vor Allah eine Ungeheuerlichkeit sein.“ (33:53)

 

 

Was die Werte und Position angeht, so sagte Aisha, dass Zaynab ihr ebenbürtig war. Sie sagte, sie hatten noch nie eine andere Person gesehen, welche so bestrebt war näher an Allah zu sein, um Ihm nahe zu sein und sie war wohltätiger als andere und ihr großzügiges Verhalten mit Verwandten war makellos. Als Aisha fälschlicherweise beschuldigt wurde, verbreitete sich in ganz Al-Madinah Spott und obszönes Gerede. In der Tat wurde sogar der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) davon gestört. Der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) fragte Zaynab welche Meinung sie über Aisha hatte.  Der edle Charakter dieser Dame zeichnete sich in ihrer Antwort aus. Prompt sagte sie, dass sie nicht einbezogen werden möchte und wollte ihre Ohren, ihre Augen und ihre Zunge mit solchen schrecklichen Anschuldigungen nicht schänden und verderben. Sie schwor bei Allah, dass Aisha eine wirklich gottesfürchtige Frau mit einem vorbildlichen Charakter ist. Sie entdeckte bei ihr die besten Spuren der Rechtschaffenheit, Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit. Sie gab an, dass sie nichts außer Gutes und Tugendhaftigkeit in ihr sah. Aisha berichtete, dass Zaynab sehr einfach einen Vorteil aus dieser Situation hätte ziehen und abwertende Anmerkungen über sie hätte machen können, aber die wäre nur der Falle, wenn sie Rivalinnen gewesen wären. Aisha sagte, dass sie niemals vergessen wird als sie in der schlimmsten Zeit ihres Lebens, als sich fast die ganze Welt  ihr entgegen gerichtet hatte, ihr Beistand geleistet hatte.

 

Einmal bezeichnete Zaynab Safiyyah als Jüdin und dies ärgerte den Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn) sehr. Eigentlich war er so aufgeregt, dass er nicht mehr mit ihr reden wollte. Zaynab fühlte sich schuldig und bemerkte, dass sie einen großen Fehler begangen hatte und den Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn) verletzt hatte. Letztendlich sagte sie Aisha, dass sie ihm in ihrem Fall befürworten sollte und ihm sagen sollte, dass sie aufrichtig Reue gezeigt hatte. Sie war die einzige, die mit ihm in solch einer direkten Art sprechen könnte. Als der Prophet (Frieden und Segen seine auf ihn) Aisha besuchte, ergriff sie eine Gelegenheit und zog das Thema auf, indem sie den Fall von Zaynab verteidigte. Der Prophet (Frieden und Segen seine auf ihn) vergab ihr und Normalität kehrte in das Familienleben des Haushalts wieder zurück.

 

Als Zaynab verstarb erzählte Aisha von einer Gelegenheit als der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) sagte, dass diejenige unter den Müttern der Gläubigen ihn als erstes treffen wird, die die längsten Arme hatte. Zaynab war im Vergleich zu den anderen kleiner und ihre Arme waren daher auch kürzer. Alle Frauen nahmen diese Aussagen wörtlich und fingen an ihre Arme zu messen. Nur aufgrund des Todes von Zaynab, bemerkten sie was dies bedeutete. In Wirklichkeit bedeutete dies, dass die Person mit den längsten Armen die großzügigste oder weitherzigste ist, welche nur daran dachte wie sie anderen behilflich sein kann. Es gab eine implizierte Voraussage in dieser Aussage, welche verständlicher wurde als Zaynab starb. Es bedeutete, dass sie ihn im Paradies als erste treffen wird. Und sie verstarb noch vor den anderen Ehefrauen des Propheten (Frieden und Segen seien auf ihn). Aisha sagte, dass Zaynab mit ihren eigenen Händen arbeitete und das was sie dann erntete spendete sie für wohltätige Zwecke. Sie sagte, dass sie eine gottesfürchtige und aufrichtige Dame war, welche enthaltsam zu sein pflegte. All ihre Taten waren auf das Ziel Allah wohlzugefallen ausgerichtet. Manchmal geriet sie aus der Fassung, aber sie bereute schnell und bat um Vergebung. Sie war sehr rein in ihrem Herzen und nie trug es Groll und Missgunst mit sich.

 

 

Der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) hatte eine sehr organisierte Routine. Nach dem Asrgebet hatte er die verschiedenen Häuser besucht, um nach dem Wohlbefinden der Frauen seines Haushalts zu fragen. Er war immer sehr gerecht in der Aufmerksamkeit, die er ihnen schenkte und in dem Maß der Zeit, die er mit jeder von ihnen verbrachte. Eines Tages erhielt Zaynab etwas Honig von einem Verwandten und wie dem so sei, war dies das liebste des Propheten. Immer wenn sie es ihm anbot, blieb er etwas länger in ihrem Haus, da er Zeit brauchte,  um es zu schmecken und zu genießen. Die anderen Ehefrauen waren ungeduldig und unruhig, da sie auf ihre Zeit mit ihm warteten. So heckten Aisha, Swadah und Hafsah einen Plan aus. Jede von ihnen würde ihm sagen, dass er einen eigenartigen Geruch aus seinem Mund ausstieß. Und wenn alle von ihnen dies sagten, würde er ihnen sicherlich glauben und bemerken, dass das einzige, das ihm diesen schlimmen Geruch gab, der Honig war, den er grad gegessen hatte. Da er sehr auf persönliche Hygiene bestand, würde er definitiv aufhören den Honig zu essen. Natürlich taten die Mütter der Gläubigen, was sie tun wollten, jedoch nicht aus Trotz, sondern weil sie ihn liebten und wollten, dass er früher zu ihnen kommt. Natürlich hat Allah Selber im hohen Grad an Respekt über sie im Koran gesprochen.

 

*“O Frauen des Propheten, ihr seid nicht wie andere Frauen!“ (33:32)

 

Und es geschah wie sie es planten. Der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) entwickelte eine Abneigung gegen den Honig und entschied sich ihn nie wieder zu essen. Im Fall eines gewöhnlichen Menschen wäre dies kein Problem gewesen. Der Prophet (Frieden und Segen seien auf in) jedoch schwor etwas nicht zu haben, was von Allah eigentlich nicht verboten war. Dies könnte dazu verleiten, dass einer seiner Gefährten etwas abschwört, was von Allah nicht verboten wurde. So ermahnte Allah ihn,

 

*“O Prophet! Warum verbietest du das, was Allah dir erlaubt hat, um nach der Zufriedenheit deiner Frauen zu trachten? Und Allah ist Allvergebend, Barmherzig.“(66:1)

 

Demzufolge brach der Prophet (Frieden und Segen seien auf  ihn) seinen Schwur, den er gemacht hatte und hielt die Buße gemäß der Anordnung von Allah ein.

 

Zaynab baute eine kleine Moschee in der Ecke ihres Hauses und verbrachte dort viel Zeit mit Gebeten und Andacht. Der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) betete auch oft dort. Sie glaubte fest daran, Allah um Rat durch Gebete und Bittgebeten zu fragen, bevor sie die Tat ausübte. All ihre großen Lebensentscheidungen wurden auf diese Art gefällt. Sogar als der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihn) um ihre Hand anhielt, erbat sie im Gebet die Rechtleitung.

 

Diese aufrichtige Frau verstarb während des Kalifats von Umar Faruq im Alter von dreiundfünfzig Jahren. Als sie merkte, dass sie ihrem Schöpfer bald begegnen werde, erzählte sie den Leute, um sie herum, dass sie schon  ein Leichentuch für sich vorbereitet hat. Als Umar Faruq ihr eins schickte, sollte eins benutzt und das andere gespendet werden. Sie war so eine bescheidene Frau, dass ein Vorhang vor ihrem toten Körper aufgehängt  wurde, obwohl sie in einem Leichentuch gewickelt war.

 

Umar Faruq leitete das Totengebet und all ihr engen Verwandten – Usamah bin Zayd, Muhammad bin Abdullah bin Jahsh, Abdullah bin Abi Ahmad bin Jahsh und Muhammad bin Talhah bin Abdullah stiegen in das Grab herunter,  um sie behutsam in ihre letzte Bleibe in Jannatul Baqi zu legen.

 

Sie war sehr großzügig und hatte so ein weiches Herz, dass die Armen und gequälten der Stadt in Tränen ausbrachen als sie davon hörten, dass sie ihre Wohltäterin und Patronin verloren. Bei ihrem Tod hinterließ sie ein Haus, welches von Walid bin Abdul Malik für fünfzigtausend Dirhams aufgekauft wurde und von ihm in den Bezirk der Prophtenmoschee in Al-Madinah eingeschlossen wurde.

 

*“ O du ruhige Seele! Kehre zurück zu deinem Herrn wohlzufrieden und mit (Allahs) Wohlwollen. So schließ` dich dem Kreis Meiner Diener an.Und tritt ein in Mein Paradies.“ (89:27-30)