Hafsah bint 'Umar

 

Eines Tages erzählte der Engel Jibril dem Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm) über Hafsah:

 

„Sie ist eine Frau, die oft fastet und betet und sie wird auch deine Frau im Paradies sein.“ [Mustadrak Al-Hakim 4/15]

 

Hafsah war die Tochter von Umar Faruq und die Nichte eines anderen berühmten Sahabis, Urhman bin Mazun. Ihr Onkel väterlicherseits war Zayd bin Khattab. Abdullah bin Umar war ihr Bruder.

 

Hafsah war eine sehr religiöse Frau, die ihre Zeit mit Beten und Fasten verbrachte. Eine exzellente Schreiberin und Rednerin, eine inbrünstige Anhängerin des Islam.

 

Hafsah hatte so edle Eigenschaften und so eine liebenswerte Natur, dass Aischa äußerte, dass unter den Frauen des Propheten (Friede und Segen seien auf ihm)  nur sie sich mit ihr vergleichen konnte. Ihr Leben ist vorbildlich, aufgezogen, so wie sie war von einem Gefährten des Kalibers von Umar bin Khattab.

 

Hafsah wurde in der Familie eines großartigen Kriegers und Ringkämpfers geboren: Umar bin Khattab, der sehr bekannt für seine kriegerischen Fähigkeiten war. Sie wuchs in einer islamischen Umgebung auf, sowohl ihre Eltern, als auch ihre Tanten und Onkel waren bereits zu der neuen Religion übergetreten. Als sie alt genug war, heiratete sie Khanis bin Huthafah As-Sahmi. Er wurde von den Lehren von Abu Bakr Siddiq beeinflusst und nahm den Islam an.

 

Aufgrund schlimmster Grausamkeiten und Unterdrückung musste Khanis mit seiner Frau nach Al-Madinah auswandern. Er wurde von Rafah bin Abdul Munthir empfangen und blieb als Gast in seinem Haus.

 

Beide, Khanis und Hafsah, liebten das neue Leben in Al-Madinah. Hafsah traf bestimmte Vorkehrungen um sich die Ayat des Qurans einzuprägen, als sie offenbart wurden. Dann machte sie sich tiefe Gedanken über die Bedeutung und die Interpretation der Ayat. Ihr Ehemann bereitete sich währenddessen mit Begeisterung auf den Jihad vor und verbesserte seine kriegerischen Fähigkeiten. Er rechnete ständig mit einer Regung des Feindes und war bereit ihnen entschieden entgegen zu treten.

 

Die Nachricht wurde verbreitet, dass die Quraish von Mekka unter der Führung von Abu Jahl unterwegs nach Al-Medina waren, nachdem sie aufwendige Vorbereitungen für einen Krieg um die Muslime zu beseitigen, getroffen hatten.

 

Die Muslime unter der Führung des Propheten (Friede und Segen seien auf ihm), praktisch unbewaffnet, erreichten Badr und errichteten ein Camp, womit sie die einzige Wasserquelle unter ihre Kontrolle brachten. Alles, was sie mit sich hatten, war ihr starker Glaube an Allah.

 

Khanis bin Huthafah, Umar Faruq und Hafsahs Onkel väterlicher- und mütterlicherseits und ihr Cousin gehörten alle zu dieser tapferen Bande. Ihr Ehemann war entschieden diese Schlacht für Allah zu gewinnen und die Pracht und Herrlichkeit von Abu Jahls Streitkräften zu Fall zu bringen. Schließlich trafen die Streitkräfte auf einander und Khanis bin Huthafan ging rasend durch die Reihen des Feindes. Er wurde ernsthaft verletzt, aber fast alle der Führer der Ungläubigen wurden getötet und der Islam triumphierte. Es ist eine der größten Schlachten der Geschichte, in der eine Hand voll unbewaffneter und zahlenmäßig unterlegener Männer eine starke und gut ausgestattete Armee besiegte.

 

Als Hafsah von den heldenhaften Taten ihres Ehemanns hörte, war sie sehr glücklich und lobte seine Tapferkeit im Kampf. Aber sie erkannte auch, dass er in seinem Zustand die beste nur mögliche Fürsorge brauchte. Sie rezitierte sofort die Ayah der Sure Al-Anfal, welche im Zusammenhang mit der Schlacht von Badr offenbart wurde:

 

„Allah sagte dies nur als frohe Botschaft, damit eure Herzen sich beruhigten. Jedoch die Hilfe kommt von Allah allein; wahrlich, Allah ist Erhaben, Allweise.“[der edle Quran 8:10]

 

Diese Worte von Allah, dem Allmächtigen, der den Sieg verspricht, inspirierten sie und sie wand sich glücklich der Aufgabe zu, ihren Mann zu pflegen, bis er wieder gesund war. Aber es sollte nicht sein, denn er sollte mit einer erhabenen Position gesegnet werden. Einige Tage später erlag er seinen Verletzungen und kam in die Reihen derer, die mit ewigem Leben gesegnet sind. Als der Prophet (Friede und Segen seien mit ihm) von seinem Tod erfuhr, veranlasste er, dass er in Junnatul Baqi beerdigt wurde, neben dem Onkel von Hafsah. Er selbst leitete das Todengebet. Hafsah war natürlich schmerzerfüllt, aber als eine wahre Gläubige unterwarf sie sich ergeben dem Willen Allahs. Sie wandte sich an ihren Schöpfer und gab sich tapfer noch mehr dem Gebet und der Meditation hin. Sie war zu dieser Zeit kaum einundzwanzig Jahre alt.

 

Für ihren Vater war es sehr schmerzhaft sie in diesem Zustand zu sehen. Ihre stille Tapferkeit unser diesen Umständen, ihre geduldigen Gebete und ihr Studium des Qurans ließen ihr Antlitz mit einer spirituellen Schönheit und Unschuld erstrahlen, aber es gab auch eine Traurigkeit aufgrund der rauen Einsamkeit, welche zu einem Teil ihres Lebens wurde. Nach langem Nachdenken entschloss Umar Faruq sich an Uthman bin Affan zu wenden, dessen Frau Ruqayyah, die Tochter des Propheten, verstorben war. Er dachte, dass eine gemeinsame Bindung helfen würde, ihre Trauer darüber einen würdigen Ehegatten verloren zu haben, zu lindern. Nachdem er diese Entscheidung getroffen hatte, ging er direkt zu Uthman. Nach der formellen Begrüßung und demAusdruck der Anteilnahme an dem Tod seiner Frau, schnitt er das Thema an, welches ihm am Herzen lag. Uthman senkte seinen Blick uns nach einigen Minuten sagte er, dass er Zeit bräuchte um darüber nachzudenken.

 

Umar Faruq traf ihn nach einigen Tagen wieder und fragte ihn, ob er über den Vorschlag nachgedacht habe. Uthman antwortete, dass er im Moment nicht an eine Heirat dachte. Von dort ging er zu Abu Bakr Siddiq und bot seine Tochter zur Heirat an. Er senkte ebenfalls seinen Blick und antwortete ihm nicht. Imam Bukhari widmete ein ganzes Kapitel in seinem Hadithbuch As-Sahih Al-Bukhari dem Thema des ehrenvollen Mannes, der seine Schwester oder Tochter zur Heirat anbietet.

 

Umar Faruq war sehr bestürzt, denn beide Männer, an die er  sich wandte, haben es entweder vermieten oder abgelehnt seine Tochter zu heiraten. Er war sich sicher, dass es zu einer willigen und freudigen Annahme kommt, aber es kam anders. Er war sehr bestürzt und besorgt über die Wende der Ereignisse. In gewissem Sinne war es eine Beleidigung für ihn und seiner Position als ein aufrichtiger Verteidiger des Glaubens. Er dachte, dass die Leute es als eine Ehre ansehen würden, eine Verbindung durch eine Heirat mit ihm zu haben. Mit seinem Kummer ging er zum Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) und erklärte ihm die Situation, in der er war. Der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) antwortete lächelnd, dass er weder traurig noch besorgt sein soll und wenn Allah will, er einen besseren Mann als Uthman für Hafsah finden würde und Uthman wiederum würde eine bessere Frau als Hafsah finden.

 

Umar Faruq freute sich, dies vom Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) zu hören, aber er war auch ein bisschen ratlos, wer dieser Mann sein könnte. Einige Tage später verheiratete der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) seine Tochter Umm Kulthum mit Uthman. Umar Faruq erkannte, dass ein Teil der Vorhersage wahr wurde, aber er grübelte weiter über den zweiten Teil der Aussage nach. Wer könnte möglicherweise ein besserer Mann als Uthman sein? Dann machte der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) Hafsah einen Heiratsantrag. Umar Faruq konnte seinen Ohren nicht trauen; seine Tochter würde die Ehre haben den auserwählten Kreis der Frauen beizutreten, welche als Mütter der Gläubigen bekannt waren! Aischa und Sawdah waren bereits Teil des Haushaltes des Propheten. Es schien zu gut um wahr zu sein. Und so heirate Hafsah den Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) im dritten Jahr nach der Hijrah, vor der Schlacht von Uhud. Zu dieser Zeit war sie ungefähr zweiundzwanzig Jahre alt. Als sie zu dem Haus ihres Ehemannes ging, sagte Umar Faruq ihr, dass sie sich niemals mit Aischa messen solle, welche die Lieblingsfrau des Propheten war und besser als sie in vielerlei Hinsicht war. Er sagte ihr, dass sie sie aufrichtig respektieren solle und glücklich als ein Mitglied der ersten und führenden Familie leben soll.

 

Said bin Al-Musayyah, ein gebildeter Gelehrter, erklärte, dass die Vorhersage des Propheten, dass er ein besserer Ehemann für Hafsah als Uthman war, sich als richtig erwies, genauso wie die Aussage, dass Umm Kulthum eine bessere Frau für Uthman als Hafsah war. Nach der Heirat traf sich Abu Bakr Siddiq mit Umar Faruq und sagte ihm die Wahrheit, nämlich dass der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) ihm gegenüber erwähnt hatte, dass er beabsichtigte, Hafsah zu heiraten. Das war der Grund, warum er schwieg, denn es wäre nicht richtig gewesen, sein Vertrauen zu missbrauchen. Wären die Dinge anders gewesen, wäre er überglücklich gewesen, sie zu heiraten. Umar Faruq drückte seine Freude aus, indem er folgende Ayah rezitierte:

 

„Dies geschieht durch die Gnade meines Herrn, um mich zu prüfen, ob ich dankbar oder undankbar bin. Und wer dankbar ist, der ist dankbar zum Heil seiner eigenen Seele; wer aber undankbar ist - siehe, mein Herr ist auf keinen angewiesen, Großzügig.“[der edle Quran 27:40]

 

Nachdem Hafsah die Stellung der Mutter der Gläubigen erreichte, vertiefte sie sich um so mehr in das Studium der Feinheiten der Religion. Sie prägte sich Gespräche des Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) ein, welche zu einem besseren Verständnis des Islams führten. Sie diskutierte oft über alle möglichen Punkte, welche ihr zur Scharia einfielen.

 

Jabir bin Abdullah Ansari berichtet eine Begebenheit, welche mit ihm zusammenhängt von Umm Mubasher. Sie, Hafsah und der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) saßen zusammen und unterhielten sich. Er sagte, dass all diejenigen, welche einen Treueschwur bei Hudaybiyah unter dem Baum leisteten, ins Paradies eingehen würden und nicht in die Hölle. Sie fragte, wie dies möglich sei. Der Prophet (Friede und Segen seien mit ihm) wurde ärgerlich, aber Hafsah gab nicht auf und zitierte eine Ayah der Sure Maryam.

 

„Und keiner ist unter euch, der nicht daran vorbeikommen wird - das ist eine von deinem Herrn beschlossene Fügung.“[der edle Quran 19:71]

 

Als Antwort zitierte er die direkt danach folgende Ayah der Sure Maryam.

 

„Dann werden Wir die Gottesfürchtigen erretten, die Frevler aber werden Wir darin auf den Knien belassen.“[der edle Quran 19:72]

 

Die Nachricht, dass Hafsah mit dem Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) diskutierte, verbreitete sich in Al-Madinah. An diesem Tag war der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) sehr beunruhigt und als Umar Faruq davon hörte, schalte er seine Tochter. Sie antwortete, dass auch Aischa in der gleichen Art und Weise mit ihm sprach. Ihr Vater warnte sie wieder davor, sich nicht mit Aischa zu messen und einen gewissen Anstand zu bewahren, sonst würde sie Ärger über sich selbst bringen.

 

Unter den Müttern der Gläubigen gehörten Aischa, Umm Habibah, Sawdah und Hafsah dem Stamm der Quraish an. Die anderen stammten von verschiedenen anderen Stämmen. Jeden Tag nach dem Asr Gebet besuchte der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) sie alle für eine kurze Zeit um zu sehen, ob sie etwas brauchten. Die Zeit seiner Besuche war Routine und jede wartete ungeduldig auf seine Ankunft. Zu mehreren Gelegenheiten ist es vorgekommen, dass er mehr Zeit mit Zaynab verbrachte. Dies verärgerte Aischa und sie sprach darüber mit Hafsah und Sawdah. Sie verbündeten sich und fanden heraus, dass ein bestimmter Verwandter Zaynab einen speziellen Honig schickte und sie bot ihn dem Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) jeden Tag an. Es war sein Lieblingshonig und er blieb länger in ihrer Wohnung, während er ihn genoss. Aischa liebte den Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) so sehr, dass sie es nicht ertragen konnte, wenn er zu spät zu ihr kam. Aus Rücksicht auf ihm, konnte sie nicht direkt protestieren.

 

Deshalb konsultierte sie Hafsah und Sawdah und sie beschlossen, dass wenn er zu jeder von ihnen kam, sie ihm sagten, dass ein komischer Geruch aus seinem Mund ausströmte. Als er das gleiche von allen dreien hörte, glaubte er, dass es wegen dem Honig war und beschloss, ihn für immer aufzugeben. Wäre dies eine Begebenheit im Leben eines gewöhnlichen Menschens, hätte es keine Konsequenzen. Aber dies passierte mit dem letzten Propheten Allahs und jedes seiner Worte und Handlungen wurde zum Gesetz oder Scharia für alle Muslime für alle Zeiten. Deshalb hatte es eine besondere Wertigkeit.

 

Und so tadelte Allah ihn in der Ayah der Sure At-Tahrim.

 

„O Prophet! Warum verbietest du das, was Allah dir erlaubt hat, um nach der Zufriedenheit deiner Frauen zu trachten? Und Allah ist Allvergebend, Barmherzig.“ [der edle Quran 66:1]

 

Ungefähr zur selben Zeit vertraute der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) Hafsah ein Geheimnis an und warnte sie, mit niemanden darüber zu sprechen. Aber sie sagte es Aischa. Allah offenbarte dem Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) was geschehen war. Allah offenbarte dies  in der folgenden Ayah der Sure At-Tahrim:

 

„Und als der Prophet sich zu einer seiner Frauen im Vertrauen geäußert hatte und sie es dann kundtat und Allah ihm davon Kenntnis gab, da ließ er (sie) einen Teil davon wissen und verschwieg einen Teil. Und als er es ihr vorhielt, da sagte sie: ""Wer hat dich davon unterrichtet?"" Er sagte: ""Unterrichtet hat mich der Allwissende, der Allkundige."“[der edle Quran 66:3]

 

In dem Jahr, als die Halbinsel unter der islamischen Regierung stand, waren die Kornkammern voll und alle Reichtümer erreichten das Zentrum aus den verschiedenen Regionen von Arabien. Viele der Frauen des Propheten (Friede und Segen seien auf ihm), die ein Leben in Luxus lebten, stellten die Forderung, ihr Haushaltsfinanzen zu erhöhen. Als Umar Faruq davon erführ, war er sehr verärgert. Er sagte seiner Tochter Hafsah, dass sie es ihrem Vater sagen soll, wenn sie etwas braucht und dass sie keine Forderungen dem Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) gegenüber stellen soll. Umm Salamah gefiel dies nicht und sie hatte das Gefühl, dass er die Gewohnheit hatte, sich in alles einzumischen. Sie sagte ihm oft, dass er sich davon zurückhalten soll, sich in die Angelegenheiten der Frauen des Propheten einzumischen.

 

Es passierte zu jener Zeit, dass der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) von seinem Pferd fiel und sich verletzte. Alle diese Dinge im Auge behaltend, entschloss er sich dazu, in die Abgeschiedenheit zu gehen und zog in einem Raum, der oberhalb der Wohnung von Aischa lag. Die ganze Stadt war mit dem Gerede beschäftigt, den die Heuchler verbreiteten, dass er sich von seinen Frauen geschieden hatte. Aber nichts dergleichen ist passiert. Alle Gefährten waren beunruhigt von der Situation, aber keiner hatte den Mut, sich an den Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) zu wenden und direkt mit ihm zu reden. Schließlich ging Umar Faruq, der für sein Offenheit bekannt war, zu ihm und fragte ihn, ob das Gerücht wahr sei. Als er es verneinte, war er sehr froh. Dann fragte er ihn, ob der diese guten Nachrichten den anderen Muslimen mitteilen dürfe. Als er die Erlaubnis dazu erhielt, informierte er freudig die Gemeinschaft, dass alles in Ordnung mit dem Haushalt des Propheten war. Die ganze Stadt war darüber erleichtert, dass der Gesandte Allahs nicht in irgendeiner Weise angegriffen wurde. Am neunundzwanzigsten Tag kam er in die Wohnung von Aischa. Sie fragte ihn lächelnd, warum er zu ihr kam, bevor der Monat vorbei war. Er antwortete, dass der Mondmonat oft nur aus neunundzwanzig Tagen bestand. Hafsah versprach ihrem Vater, dass sie niemals um eine Erhöhung ihrer finanziellen Unterstützung bitten würde und sie stand zu ihrem Wort bis zum Ende ihres Lebens.

 

Hafsah starb im Jahr 41 nach der Hijrah im Alter von neunundfünfzig Jahren. Zu der Zeit, als sie starb, fastete sie. Das Todengebet wurde von dem Stadthalter von Al-Medina, Marwan bin Al-Hakam, geleitet. Abu Hurairah und Abu Said Khudri, die angesehenen Gefährten des Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) waren unter denen, die das Grabtuch zu Jannatul Baqi trugen. Ihre zwei Brüder, Abdullah bin Umar und Asim bin Umar legten sie sanft in ihre letzte Ruhestätte. Salem bin Abdullah, Abdur-Rahman bin Abdullah und Hamzah bin Abdullah, all die Söhne von Abdullah bin Umar, nahmen auch an der Beerdigung teil.

 

Und so ist eine rechtschaffene und gelehrte Schreiberin und Rezitatorin des Qurans, die sich in ihrer Jugend dem Gebet, dem Fasten und der Meditation widmete, in die Geschichte eingegangen.

 

Diese Ayat der Sure Al-Qamar ehren die große Mutter der Gläubigen in treffender Weise:

 

„Wahrlich, die Gottesfürchtigen sind inmitten von Gärten an Bächen in einem würdigen Wohnsitz in der Gegenwart eines Mächtigen Königs.“[der edle Quran 54:54-55]