Asyah bint Abu Bakr

 

Aysha wurde 614 n.Chr. geboren; ihre Eltern waren nobler Herkunft. Ihre Mutter war Umm Roman und ihr Vater war Abu Bakr As-Siddiq.

 

Sie sagte, dass es neun Segen Allahs gab, die sie von allen anderen Frauen in der Welt unterschied, außer von Maryam bin Imran, die Mutter von Issa.

 

Der Engel Jibril zeigte ihr Porträt, welches in grüne Seide eingewickelt war, Mohammed (Friede und Segen seien auf ihm) und sagte ihm, dass dies das Bild der Frau ist, die von Allah auserwählt wurde seine Gemahlin in dieser und in der nächsten Welt zu sein.

 

Sie war die einzige Jungfrau, die die Frau des Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm) wurde.

 

Als der Prophet starb, lag er in ihrem Schoß und er wurde in ihrem Haus begraben.

 

Viele Male haben Engel ihr Haus mit Liebe und Respekt umgeben.

 

Sehr oft hat Mohammed (Friede und Segen seien auf ihm) göttliche Offenbarungen erhalten, als sie zusammen in Frieden und Ruhe lagen.

 

Sie war die Tochter eines echten Freundes des Propheten (Friede und Segen seien auf ihm): Abu Bakr As-Siddiq.

 

Ayat sind von Allah herab gesandt wurden, um ihre Unschuld zu beweisen.

 

Sie wurde als Muslimin geboren, wurde in einer reinen Umgebung aufgezogen und verbrachte ihre prägenden Jahre mit dem besten aller Wesen, dem Propheten (Friede und Segen seien auf ihm).

 

Allah, der Herr, der Erhalter des Universums versprach ihr göttliche Vergebung und reichliche Gaben.

 

Als Mädchen spielte sie mit Pupen. Eines Tages besuchte Mohammed (Friede und Segen seien auf ihm) ihren Vater und er sah, wie sie mit einem geflügelten Pferd spielte; sie war da kaum fünf Jahre alt. Als er nachfragte, sagte sie, dass es ein Pferd ist. Er lachte und antwortete, dass Pferde keine Flügel haben! Sie entgegnete sofort, dass der Prophet Suleiman geflügelte Pferde hatte, was zeigte, dass sie bereits in diesem zarten Alter sehr intelligent in den Themen Religion und Geschichte war. Im Alter von 8 Jahren erlebte sie einen historischen Schritt. Als der erste islamische Staat am Aufsteigen war, konnte sie sich an alle Details erinnern. Ein Jahr später trat sie in den Haushalt des Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) ein.

 

Kleine Räume wurden um die Moschee des Propheten errichtet und Ayshah bewohnte einen davon, an der östlichen Seite der Moschee. Er hatte irdene Wände mit einem Dach aus Blättern und Zweigen. Es war mit einer Decke abgedeckt, damit kein Regen durchsickern konnte und das Dach war so niedrig, dass eine Person, die aufrecht stand, es berühren konnte. Die Tür war nie geschlossen und eine Decke diente als ein Vorgang. Nahe dem Raum, ein Stückchen höher gelegen, gab es einen anderen kleinen Raum. Eine Matte, eine dünne Matratze, ein Kissen, welches mit Baumrinde gefüllt war, ein Wasserbeutel, ein kleiner Teller für Datteln und ein Glas mit Trinkwasser waren alles in diesem Raum. Dieser karge kleine Raum war voll mit geistigen Schätzen.

 

Als ganz Arabien unter der Herrschaft des Islams war, flossen riesige Mengen an Getreide und Geld in die zentrale Schatzkammer. Aber an dem Tag als Mohammed (Friede und Segen seien auf ihm) starb, gab es nicht einmal genug Essen in seinem Haushalt für einen einzigen Tag. Ayshah behielt diese Tradition bis zu ihrem Tode bei.

 

Ayshah war sehr wohltätig, alles Geld, das zu ihr gelangte, gab sie so bald wie möglich wieder weg. Eines Tages kam eine Bettlerin zu ihr und fragte sie nach Essen. Sie beauftragte ihr Dienstmädchen der Frau das Stück Brot zu geben, das sie hatten. Das Dienstmädchen antwortete, dass es sonst nichts gäbe, mit dem sie ihr Fasten brechen könne. Ayshah sagte: „Hilf der hungrigen Frau und der Abend sorgt für sich selbst.“ Durch den Segen Allahs schickte ihr am Abend jemand ein Gericht mit gekochtem Fleisch. Sie verkaufte auch ihr Haus, das sie besaß, um das Geld als Almosen zu geben.

 

Sie empfand tiefe Liebe für den Sohn ihrer Schwester Abdullah bin Zubayr. Er liebte sie und kümmerte sich immer um ihre Bedürfnisse. Eines Tages bemerkte er, dass ihre Großzügigkeit eingeschränkt werden muss. Ayshah war bestürzt, als sie dies hörte; sie schwor nie wieder mit ihm zu reden. Als sie sich beruhigt hatte und sich wieder mit ihm vertrug, befreite sie mehrere Sklaven als Buße, weil sie ihren Schwur gebrochen hatte.

 

Ayshah war weichherzig. Einmal kam eine Bettlerin, die zwei Kinder bei sich hatte, zu ihrer Tür; Ayshah hatte nur drei Datteln in ihrem Haus. Diese gab sie ihr; die Frau gab jeweils eine den beiden Kindern und begann selbst eine zu essen. Eines der Kinder aß seine Dattel schnell und schaute seine Mutter an, wie sie ihre Dattel aß. Die Frau konnte den Hunger ihres Kindes nicht ertragen, nahm die Dattel aus ihrem Mund, teilte sie in zwei Hälften und gab den beiden Kindern je eine Hälfte. Als Ayshah diese herzergreifende Szene sah, konnte sie ihre Tränen nicht zurückhalten.

 

Im Monat Shaban begleitete Ayshah Mohammed (Friede und Segen seien auf ihm), der die muslimische Armee in Richtung Qadid führte, wo ein kleinerer Kampf gegen den Stamm von Banu Mustalaq begann. Mehrere Heuchler waren auch Teil der Armee in dieser bestimmten Schlacht. Sie hatte eine Kette von ihrer Schwester Asma geliehen. Auf dem Rückweg, übernachtete die Armee in der Wüste und Ayshah ging tief in die Wüste hinein um sich zu erleichtern. Plötzlich bemerkte sie, dass die Kette auf dem Weg herunter gefallen war. Sie fand sie nach einer langen Suche. Als sie die Schlafstätte wieder erreichte, war die Karawane gegangen. Der normale Vorgang war, dass die Frauen, die getrennt von den Männern waren, in ihre Sänfte stiegen und die Vorgänge zuziehen. Dann platzierte der Kameltreiber die Sänfte auf den Rücken des Kamels. Da Ayshah sehr leicht war, bemerkte niemand ihre Abwesenheit. Sie legte sich nieder und wartete auf die Rückkehr ihrer Gefährten.

 

Safwan bin Muattil trug die Verantwortung dafür, die Schlafstätte nach Dingen abzusuchen, die sie eventuell zurückgelassen haben. Mit Tagesanbruch kam er an und fand jemand in einem Jilbab liegen. Als Ayshah ihn hörte, wachte sie auf und stieg auf das Kamel. Er lief und führte das Kamel an seinen Zügeln.

 

Mittags, als die Karawane die nächste Schlafstätte erreichte, sahen sie, wie Ayshah mit Safwan ankam. In Madinah wimmelte es von Lästereien, dass Ayshah eine leichte Frau sei und ihr Charkater unseriös sei, angeführt von Abdullah bin Ubayy bin Salul. Hasan bin Thabit, Hamnah bint Jahash und Mastah bin Athathah gesellten zu sich den Heuschlern. Der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) war sehr beunruhigt, als er diese Aussagen hörte, aber Ayshash war völlig ahnungslos darüber.

 

Eines Nachts, als sie mit der Mutter von Mastah bin Athathah ausging, stolperte die Frau und begann ihren Sohn zu verfluchen. Ayshah sagte, dass er ein Gefährte des Propheten (Frieden und Segen seien auf ihm) sei, der in dem Kampf von Badr kämpfte und Respekt verdiente. Die alte Frau entgegnete, dass Ayshah völlig unwissend darüber sei, in welche schreckliche Geschichte er verwickelt sei. Er erzählte ihr, was hinter ihrem Rücken passiert war. Als sie nach Hause zurückkehrte, holte sich sich die Erlaubnis Mohammeds (Friede und Segen seien auf ihm) ein und besuchte ihre Eltern. Sie war sehr unglücklich und ihre verständnisvollen und liebenden Eltern rieten ihr geduldig zu sein und dass sich alles aufklären würde. Sie konnte jedoch die Tatsache nicht akzeptieren, dass sich Leute in solche grausamen Tiefen begeben können. Nach zwei Tagen und Nächten mit anhaltendem Weinen, wurde sie krank.

 

Am dritten Morgen besuchte der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) sie. Er sagte ihr in sanfter Weise, dass, falls sie sich irrte, sie Allah um seine Vergebung bitten sollte. Sie sagte ihrem Mann, dass wenn sie bestreitet, dass sie unschuldig war, ihr niemand glauben würde. Jedoch war sie unschuldig und nur Allah wusste es.  Die beste Antwort auf diese Anschuldigungen war, die Antwort von Yusufs Vater zu zitieren,

 

“Doch schön geduldig sein. Und Allah sei um Hilfe wider das gebeten, was ihr beschreibt.“[der edle Quran 12:18]

 

In genau dem Moment wurden die Ayat, welche ihre Unschuld bekanntgeben, offenbart. Als die Offenbarung beendet war, drehte er sich mit einem Lächeln zu Ayshah um und begann die Ayat zu rezitieren:

 

Diejenigen, welche die große Lüge vorbrachten, bilden eine Gruppe von euch. Glaubt nicht, dies sei übel für euch; im Gegenteil, es gereicht euch zum Guten. Jedem von ihnen soll die Sünde, die er begangen hat, (vergolten werden); und der von ihnen, der den Hauptanteil daran verschuldete, soll eine schwere Strafe erleiden. "Warum dachten die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen, als ihr es hörtet, nichts Gutes von ihren eigenen Leuten und sagten: ""Das ist eine offenkundige Lüge.""? "Warum brachten sie dafür nicht vier Zeugen bei? Da sie keine Zeugen beigebracht haben, sind sie es also, die vor Allah die Lügner sind. Wäre nicht Allahs Huld und Seine Barmherzigkeit im Diesseits und im Jenseits über euch, hätte euch für das, worauf ihr euch einließt eine schwere Strafe getroffen. Als ihr es mit euren Zungen übernahmt und ihr mit eurem Mund das ausspracht, wovon ihr keine Kenntnis hattet, da hieltet ihr es für eine geringe Sache, während es vor Allah eine große war. "Und warum sagtet ihr nicht, als ihr es hörtet: ""Es kommt uns nicht zu, darüber zu reden. Gepriesen seist Du! Dies ist eine arge Verleumdung.""? "Allah ermahnt euch, nie wieder dergleichen zu begehen, wenn ihr Gläubige seid. Und Allah erklärt euch die Gebote; denn Allah ist Allwissend, Allweise. Wahrlich, jenen, die wünschen, daß sich Unzucht unter den Gläubigen verbreite, wird im Diesseits und im Jenseits eine schmerzliche Strafe zuteil sein. Und Allah weiß, und ihr wisset nicht. Und wäre nicht Allahs Huld und Seine Barmherzigkeit über euch, und wäre Allah nicht Gütig, Erbarmend, (wäret ihr zugrunde gegangen). O ihr, die ihr glaubt, folgt nicht den Schritten Satans. Und wer den Schritten Satans folgt, der gebietet gewiß Schändliches und Unrechtes. Und wäre nicht über euch Allahs Huld und Seine Barmherzigkeit, nicht einer von euch wäre rein geworden; doch Allah macht rein, wen Er will. Und Allah ist Allhörend, Allwissend.[der edle Qran 24:11-21]

 

Ihre Eltern waren stolz und erleichtert; stolz, dass ihre Tochter mit einer Quran Offenbarung geehrt wurde und erleichtert, dass sie von jeglichem Fehlverhalten freigesprochen wurde. Sie verlangten von ihrer Tochter, dass sie sich erheben soll und ihrem Ehemann danken soll und Ayshah antwortete sofort, dass sie Allah dankbar sei, denn Er hatte Ayat des Quran ihr zu Ehren offenbart. Dieses Ereignis ist in der islamischen Geschichte als das Ereignis von Al-Ifk bekannt.

 

Nach dieser Begebenheit erhöhte sich der Respekt des Propheten für Ayshah umso mehr. Amr bin Aas fragte eines Tages Mohammed (Friede und Segen seien auf ihm), wen er am meisten in der Welt liebe und er antwortete, dass er Ayshah mehr als irgendjemanden anderes liebte. Dann fragte er ihn über die Männer. Und der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) antwortete, dass er Ayshahs Vater am meisten liebe. Bei einer Gelegenheit sagte Umar seiner Tochter Hafsah, dass sie nicht versuchen sollte, sich mit Ayshah zu messen, da Mohammed (Friede und Segen seien auf ihm) sie sehr würdigte.

 

Der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) liebte es, Ayshah beim Sprechen zuzuhören und lächelte immer, wenn sie sprach. An einem Eid Tag führten einige Afrikaner ihre Fähigkeiten mit Schwertern vor. Ayshah wollte zuschauen, deshalb stellte sich der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) vor sie, damit sie Freude an der Vorführung haben konnte, ohne gesehen zu werden. Und er bewegte sich nicht von der Stelle, bis sie genug hatte.

 

Aber all die angenehme Unterhaltung konnte Mohammed (Friede und Segen seien auf ihm) nicht von seinen Pflichten Allah gegeben ablenken. Wenn der Ruf des Muezzins zum Gebet zu hören war, erhob er sich sofort um zur Moschee zu gehen. Die Liebe zu Allah hatte Priorität vor allen anderen Zuneigungen und Interessen.

 

Eines Tages übernachteten sie an einer Stelle in der Wüste und wieder fiel Ayshahs Kette runter. Einige der Gefährten wurden geschickt, um sie zu finden. Als der Ruf zum Morgengebet kam, gab es kein Wasser für die Gebetswaschung. Die Gefährten sorgten sich wegen dem Morgengebet und machten Ayshah dafür verantworlich. Der Vater tatelte seine Tochter dafür, eine Situation geschaffen zu haben, in der man die Gebete verpasste. Genau in diesem Moment wurde folgende Aya dem Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) offenbart:

 

„Und wenn ihr krank seid oder euch auf einer Reise befindet oder einer von euch von der Notdurft zurückkommt oder wenn ihr die Frauen berührt habt und kein Wasser findet, dann sucht guten (reinen) Sand und reibt euch dann Gesicht und Hände ab. Wahrlich, Allah ist Allverzeihend, Allvergebend.“[der edle Quran 4:43]

 

Die Leute waren sehr dankbar, für so einen großen Gefallen, den Allah ihnen wegen ihr gewährte. Abu Bakr As-Siddiq hatte bis zu diesem Moment nicht realisiert, wie zufrieden Allah mit ihr war.

 

Bis zum neuten Jahr nach der Hijrah hat sich der Islam über fast ganz Arabien ausgebreitet. Madinah wurde ein aufblühender Staat. Einige der Ehefrauen des Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) verlangten mehr finanzielle Unterstützung. Dies störte den Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) und er erklärte, dass er sich für einen Monat von seinen Frauen trennen würde und er begab sich in Abgeschiedenheit.

 

Nach 29 Tagen kam er zu Ayshahs Wohnung und sagte ihr, dass sie eine Wahl treffen müsse, nachdem sie ihre Eltern konsulitert habe: entweder wählt sie ihn und ein Leben in Härte, oder sie verlässt ihn und führt ein Leben in Leichtigkeit. Ayshah hatte keinerlei Zweifel und sie antwortete sofort, dass sie und ihre Eltern ihre Leben für ihn ofpern würden, falls die Notwendigkeit bestehen würde und dass sie nicht ihre Eltern um Rat fragen bräuchte und sie ein Leben mit ihm der Welt mit all ihren Vorzüglichkeiten vorzieht. Ein wunderschönes Lachen erleuchtete in seinem Gesicht. Und dann offenbarte Allah folgendes:

 

„O Prophet! Sprich zu deinen Frauen: ‚Wenn ihr das Leben in dieser Welt und seinen Schmuck begehrt, so kommt, ich will euch eine Gabe reichen und euch dann auf schöne Art entlassen. Doch wenn ihr Allah und Seinen Gesandten und die Wohnstatt des Jenseits begehrt, dann wahrlich, hat Allah für die unter euch, die Gutes tun, einen herrlichen Lohn bereitet.’“[der edle Quran 33:28-29]

 

Alle Ehefrauen trafen die gleiche Entscheidung wie Ayshah.

 

Bei zwei belegten Begebenheiten sah Ayshah Jibril persönlich.

 

Bei einer Begebenheit sah Ayshah, wie der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) mit einem Reiter auf einem Pferd sprach. Als sie sich nach dem Fremden erkundigte, war er überrascht, dass sie ihn sah und sagte ihr, dass es der Engel Jibril in menschlicher Gestalt war und ihr Grüße schickte. Sie betete, dass Allah den geehrten Gast und den edlen Gastgeber belohne.

 

Anas berichtet: Eines Tages als der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) in Ayshahs Wohnung betete, sah sie einen Mann vor der Tür stehen. Als er sein Gebet beendet hatte, informierte sie ihn darüber. Es war der Engel Jibril. Mohammed (Friede und Segen seien auf ihm) bat ihn einzutreten, aber er antwortete, dass er nicht dort eintritt, wo Hunde oder Bilder sind. Als der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) sich umsah, sah er einen Welpen in einer Ecke des Raums sitzen. Nachdem er nach draußen verjagt wurde, trat der Engel ein.

 

Ayshah erlange einen erhabenen Rang aufgrund ihres Wissens. Jedermann konsultierte sie, wenn es um genauere Punkte in der Religion ging. 2210 Ahadith stammen von ihr. Sie war unter den sieben höchsten Gefährten, die tausende Ahadith berichteten.

 

Imam Dthahabi schrieb, dass sie eine Theologin mit dem höchsten Rang war. Sie nahm göttlich inspiriertes Wissen und Weisheiten aus der Urquelle des Prophetentums auf und sie war eine Zeugin von Problemen und deren Lösungen durch göttliche Offenbarungen. Ihre Wohnung war das Zentrum, indem Ayat durch die göttliche Barmherzigkeit Allahs offenbart wurde. Deshalb wurde ihr der Tittel „Horizont der Frauen des Islams“ gegeben.

 

Während der Zeit von Khulafa-u-Rashidin wurden ihre Fatwas angenommen. Eines Tages fragte jemand Masruq ob Ayshah die Herrschaft über die Scharia Gesetze habe in Bezug auf das Erbe. Er schwor, dass er Gefährten gesehen hat, wie sie ihr Fragen über die feineren Punkte der Gesetze über das Erbe stellten. Urwah bin Zubayr, der Sohn ihrer Schwester Asma, besuchte sie oft um mit ihr über religiöse Themen zu diskutieren. Andere Gefährten waren ihm neidisch, weil er sich zu jeder Zeit frei an sie wenden konnte.

 

Eines Tages fühlten der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) und Ayshah sich nicht wohl. Der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) sagte, dass, falls sie vor ihm stirbt, er sie baden würde, bedecken würde, sie in ihr Grab herablassen würde und für sie beten würde. Sie antwortete in unbeschwerter Weise, dass es ihr scheint, als ob er ihren Tod feiern würde. Und sie sagte ihm, dass im Falle, dass sie vor ihm stirbt, er eine neue Freu in ihre Wohnung bringen soll. Der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) lachte darüber.

 

Ihr Bruder Abdur-Rahman kam in seinen letzten Momenten mit einem Siwak in seiner Hand zu ihr. Der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) schaute sehnsüchtig darauf. Ayshah verstand und fragte ihn, ob sie ihm einen anbieten könnte. Als er nickte, nahm sie ihn, machte ihn mit ihren Zähnen weich und bot ihn ihm an. Er säuberte seine Zähne. Während er seine Hand oft ins Wasser eintauchte und sein Gesicht immer wieder abwischte, wiederholte er die Worte:

 

„Niemand ist anbetungswürdig, außer Allah. Wahrlich, der Tod hat Schmerzen.“ Dann deutete er mit seiner Hand nach oben und sagte „in Richtung des besten Freundes.“

 

Ayshah träumte eines Tages, dass drei Monde in ihre Wohnung hinabsteigen. Als der Prophet (Friede und Segen seien auf ihm) starb, wurde er in ihrer Wohnung begraben. Ihr Vater erzählte ihr, dass dieser Teil ihres Traums an diesem Tag wahr wurde – der erste Mond bestrahlte ihre Wohnung. Später wurden ihr Vater und dann Umar Al-Khattab neben dem Propheten (Friede und Segen seien auf ihm) beerdigt, was die Prophezeiung ihres Traumes vervollständigte.

 

Imam Dthahabi zitierte eine Aussage des Propheten (Friede und Segen seien auf ihm), dass die Seele eines Propheten den Körper an einem Platz verlässt, denn sie am meisten mag. Deshalb ist es bewiesen, dass er an seinem Lieblingsplatz starb, der Wohnung von Ayshah.

 

Sie verließ diese irdische Existenz, um ins Paradies einzukehren im Jahr 58 Hijrah, am 17. Ramadan im Alter von 66 Jahren.

 

Sie wurde in Jannatul Baqi beerdigt und Abu Hurairah führte das Todengebet an.