Chadidschah, Tochter von Chuwaylid

 

Abu Hurairah berichtet:

 

Gabriel (Jibril)l kam zum Propheten (Friede sei mit ihm) und sagte: „O Gesandter Allahs! Das ist Khadija, die mit einer Schüssel Fleischsuppe (oder mit etwas zu essen oder zu trinken) zu dir kommt. Grüße sie von ihrem Herrn Allah und von mir und verkünde ihr die frohe Botschaft eines Schlosses aus Perlen im Paradies, in dem es keinen Lärm und kein Abmühen (Müdigkeit, Ärger etc.) geben wird.“

[Al-Bukhari]

 

'Abdullah bin 'Abbas berichtete, dass der Prophet (Friede sei mit ihm) eines Tages vier Linien auf die Erde zeichnete und seine Gefährten fragte, ob diese wüssten, was jene bedeuten sollten.

Sie antworteten respektvoll, dass er es besser  wüsste.

 

Er sagte ihnen, dass die vier Linien für die hervorragendsten Frauen des Universums standen.

 

Es handelte sich um Khadijah bint Khuwaylid, Fatimah bint Muhammad (Tochter des Propheten Mohammed), Maryam bint Imran (Maria, Tochter des Imran), die Mutter des Propheten Issa (Jesus) und 'Asia bint Muzahim (die Frau des Pharao).

 

Sie war die erste, die unerschütterlich an die Worte des Propheten (Friede sei mit ihm) geglaubt hatte und den Islam zur Religion und für ihr Leben annahm.

 

Sie wurde besonders durch den Friedensgruß von Allah und dem Erzengel Gabriel geehrt.

 

Khadija wurde im Jahre 556 in Mekka geboren.

 

Der Name ihrer Mutter war Fatimah bint Zayd und ihr Vater hieß Khuwaylid bin Asad.

 

Er war ein bekannter Führer des Stammes der Quraysh und ein erfolgreicher Geschäftsmann, der in der berühmten Schlacht von Fujjar fiel.

 

Khadija wuchs im Schoße des Luxus auf.

 

Sie heiratete Abu Halah Malak bin Nabash bin Zarrarah bin At-Tamimi und gebar ihm zwei Kinder, Halah und Hind.

 

Sie wünschte, dass ihr Ehemann erfolgreicher wird und finanzierte ihn beim Aufbau eines großen Geschäfts. 

 

Er verstarb unglücklicherweise.

 

Einige Zeit später heiratete die junge Witwe 'Atique bin 'Aith bin 'Abdullah Al-Makhzumi und gebar ihm eine Tochter, die ebenfalls Hindah hieß. Die Ehe zerbrach jedoch schnell an unüberbrückbaren Differenzen.

 

Nach dieser Erfahrung widmete sie sich lediglich der Erziehung ihrer Kinder und führte die geerbten Geschäfte ihres Vaters weiter.

 

Ihr Scharfsinn und ihre Geschäftstüchtigkeit machte sie zu einer bekannten Geschäftsfrau der Quraysh.

 

Sie pflegte hart arbeitende, ehrliche und verschiedene Kaufmänner für sich arbeiten zu lassen, da deren Integrität von großer Wichtigkeit für die Geschäfte waren, da sie für Khadija weite Reisen unternahmen.

Sie exportierte ihre Waren nach Syrien und ihre Angestellten brachten Waren dortiger Märkte, die in der Heimat verkauft wurden.

 

Khadija hörte von der Integrität, Ehrlichkeit und den Maximen des Propheten (Friede sei mit ihm) und ließ ihm ein Arbeitsangebot zukommen. Er sollte die Handelskarawanen anführen. Er nahm das Angebot freudig an und arbeite von da an für sie. Khadija schickte ihn auf Geschäftsreise. Ihr bejahrter und vertrauter Sklave Maysarah sollte ihn begleiten und ihm zu Diensten sein.

 

Maysarah war von der Integrität, dem starken Charakter, den Grundsätzen, den freundschaftlichen Verhandlungen und dem Geschäftssinn des Propheten (Friede sei mit ihm) zutiefst beeindruckt.

Auf dem Weg von Syrien nach Hause, legte sich der Prophet (Friede sei mit ihm) unter einen Baum, um eine Weile zu rasten.

 

Nestora, ein jüdischer Mönch, der für seine Versiertheit in der Religion und für seine Einsicht bekannt war, sah ihn und fragte Maysarah, wer er sei.

 

Maysarah erzählte ihm alles über Mohammed (Friede sei mit ihm) und dessen guten Ruf. Er galt als ehrlich und intelligent. Nestora erzählte ihm, dass dieser Mann in Zukunft zum Propheten berufen werden würde, weil niemand außer Propheten sich unter diesem Baum ausruhten.

 

Die Tradition besagt, dass Maysarah zwei Engel sah, die eine Wolke über dem Kopf des Propheten (Friede sei mit ihm) hielten, damit diese ihn vor der Hitze und der Blendung der Sonne schützte.

 

Als Maysarah nach Hause kam, berichtete er Khadija alles, was auf der Reise nach Syrien geschehen war. Sie war tief beeindruckt und berührt. Sie dachte darüber nach, Mohammed (Friede sei mit ihm) einen Heiratsantrag zu machen.

 

Aber wie sollte sie ihm ihre Gefühle und Gedanken näher bringen? Sie hatte bereits mehrere Heiratsanträge von Männern abgelehnt, die den vornehmsten Familien der Quraysh angehörten. Wie würde ihr Stamm reagieren? Was würde ihre Familie dazu sagen? Aber was würde überhaupt dieser junge Mann des Stammes Quraysh, der nie verheiratet war dazu sagen?

 

In der Zeit, als sie darüber nachsann und mit sich debattierte, träumte sie, dass die Sonne vom Himmel in ihren Hof hinabstieg und ihr Haus bestrahlte.

 

Als sie aufwachte, befragte sie ihren Vetter Waraqah bin Nawfal zu jenem wunderschönen Traum, der blind war und dafür bekannt war, dass er Träume deuten konnte. Er hatte ebenso fundiertes Wissen über die Thora und die Bibel.

 

Als er von ihrem Traum hörte, lächelte er gelassen und sagte ihr, dass sie sich nicht sorgen solle und dass dieser Traum ein vielversprechender sei.

 

Die glorreiche Sonne, die in ihren Hof hinabstieg, deutete an, dass der Prophet (Friede sei mit ihm), dessen Ankunft in der Thora und in der Bibel bereits angekündigt worden war, Segen in ihr Haus bringen würde und dass sie von seinem Dasein in ihrem Leben Nutzen ziehen werde.

 

Nach diesem Zusammentreffen mit Waraqah wurde sie in ihrem Wunsch Mohammed (Friede sei mit ihm) zu ehelichen nur bestärkt.

 

Waraqah bin Nawfal, einer ihrer engsten Freunde, wusste von ihrer Zuneigung und ging zum Propheten (Friede sei mit ihm) und bat ihn darum, ihm eine persönliche Frage stellen zu dürfen.

Als er bejahte, fragte sie ihn, warum er noch immer nicht geheiratet hätte.

 

Er sagte, dass er dazu die finanziellen Mittel nicht hätte. Daraufhin fragte sie ihn, ob er eine schöne Dame aus einer vornehmen und wohlhabenden Familie heiraten würde, die ihn gern heiraten würde. Er fragte, auf wen sie anspielen würde. Als ihm ihre Identität offengelegt wurde, sagte er er, dass er diese Frau gern heiraten würde, sofern sie bereit sei. Khadija war sehr erfreut.

 

Der Prophet (Friede sei mit ihm) war zu jener Zeit 25 und Khadija war 40 Jahre alt.

 

Einer Überlieferung zufolge war sie 28.

 

Die zwei Onkel des Propheten (Friede sei mit ihm), Hamazh und Abu Talib, traten mit diesem offiziellen Angebot an ihren Onkel 'Umar bin Asad heran.

 

Es wurde angenommen und die beiden Familien bereiteten die Hochzeit vor. Die Ziehmutter des Propheten (Friede sei mit ihm), Halimah As-Sa'diyyah, wurde eingeladen und reiste von ihrem Dorf nach Mekka ein.

 

Als Halimah nach den Festlichkeiten den Heimweg antrat, schenkte Khadijah ihr Haushaltswaren, ein Kamel und vierzig Ziegen als Zeichen ihrer Dankbarkeit. Sie dankte jener Frau, die sich so vortrefflich um den Propheten Mohammed (Friede sei mit ihm) kümmerte, als er noch ein Kind war.

 

Khadijah war sehr gesegnet in ihrer Ehe. Sie bekam sechs Kinder. Zunächst gebar sie zwei Söhne, Qasim und Abdullah, es folgten Töchter namens Zaynab, Ruqayyah, Umm Kulthum und Fatimah.

 

Es handelte sich um ein glückliches, friedliches und harmonisches Heim, aber Mohammed (Friede sei mit ihm), wurde das Gefühl nicht los, dass etwas fehlte und er war in hohem Grad ruhelos.

 

Er pflegte sich jährlich einen Monat lang in die Höhle Hira zwecks Meditation und Gebet zurückzuziehen.

 

Eines Tages hielt ihn ein anderes Wesen fest im Arm. Es löste seinen Griff und forderte Mohammed (Friede sei mit ihm) auf zu lesen. Mohammed (Friede sei mit ihm) entgegnete, dass er Analphabet sei. Aber das Wesen wiederholte diesen Satz immer wieder. Dann las er schließlich folgende Verse, die die ersten Offenbarungen des Qur´an darstellen. Sie stammen aus den SurenIqra oder Al- Alaq.

„Lies! Im Namen deines Herrn, Der erschuf- Erschuf den Menschen aus einem sich Anklammernden. Lies! Denn dein Herr ist gütig. Der durch die Schreibfeder gelehrt hat- Den Menschen, was er nicht wusste.“

(Der Koran. Aus dem Arabischen von Max Henning. Sure 96: 1-5)

 

Dann verschwand dieses Wesen. Dies war solch eine heftige Erfahrung, dass der Prophet (Friede sei mit ihm) schwitzend und zitternd nach Hause kam.

 

Er rief nach Khadijah und bat sie ihn mit Decken einzuhüllen. Als er sich einigermaßen beruhigt hatte, erzählte er seiner Gattin, dass er niemals zuvor solche Angst gehabt habe. Er erzählte ihr, was sich zugetragen hatte.

 

Khadijah, ein Paradebeispiel für Treue und Standhaftigkeit, tröstete ihn und sagte ihm, dass Allah ihn gewiss schützen wolle vor jeglichen Gefahren und niemals zulassen würde, dass man ihn schmähte, weil er ein Mann sei, der sich stets um Frieden und Versöhnung bemühte und immer eine helfende Hand ausstreckte.

 

Aus seinem Mund kam niemals eine Lüge, er war stets gastfreundlich, trug Lasten anderer und half jenen, die in Schwierigkeiten waren. Diese beruhigenden und ermutigenden Worte des Mitgefühls von Khadijah gab ihm unermessliche Stärke und Vertrauen.

 

Sie führte ihn zu ihrem Vetter, Waraqah bin Nawfal, der sogleich ahnte, dass dieses Wesen in der Höhle Hira der Engel Jibril, der Bote Allahs, gewesen sein musste, der ebenso Moses aufgesucht hatte.

 

Waraqah, der sehr bejahrt war, wünschte sich, dass er so lange leben könnte und miterleben dürfte, wie der Prophet (Friede sei mit ihm) gezwungen sein würde ins Exil zu gehen und von seinem Volk verjagt werden wird. Der Prophet (Friede sei mit ihm) war sehr überrascht und fragte ihn, ob sein Volk ihn wirklich verbannen würde. Waraqah versicherte ihm, dass es bezeichnend für Menschen wäre, aus deren Volk ein Prophet hervorging. Sie würden ihn niemals zu schätzen wissen oder ihm folgen. Waraqah fügte hinzu, dass er gern weiterleben würde, um ihm zur Seite stehen zu können. Er sagte Khadijah, dass ihr Mann der Prophet Allahs sei, dessen Ankunft in den Schriften angekündigt worden war, wenn die Geschehnisse, von denen Mohammed (Friede sei mit ihm) berichtete, der Wahrheit entsprächen.

 

Die vier Töchter wuchsen als treue und mutige Töchter des Islam heran. Alle wanderten zusammen mit Mohammed (Friede sei mit ihm) von Mekka nach Medina aus.

 

Zaynab war mit Abu´As bin Rabi´ah und Rqayyah war mit Uthman verheiratet. Als Ruqayyah verstarb, heiratete Uthman ihre Schwester Umm Kulthum. Fatima war mit Ali bin Abi Talib verheiratet. Die ersten drei Töchter starben zu Lebzeiten des Propheten (Friede sei mit ihm) und seine geliebte Tochter Fatimah überlebte ihn nur sechs Monate.

 

Als die Wahrheitsverleunger sahen, dass der Islam trotz ihrer Taktiken mehr und mehr Anhänger fand, entschieden sie sich zu  einem offenen und politischen Boykott des Stammes Banu Hashim.

 

Dies geschah im siebten Jahr der Prophetenschaft. Dieses Ereignis ist in der Geschichte des Islam als Shi'ab Abi Talib bekannt.

 

Dies war derart ernst, dass unschuldige Kinder verhungerten und Erwachsene überlebten nur, weil sie die Blätter von Bäumen aßen.

 

Die treuen Gefährten des Propheten (Friede sei mit ihm) jedoch wandten sich nicht von ihrer wahren Religion ab und erwiesen sich durch diese schwere Prüfung als stärker und reiner als zuvor.

 

Khadijah, die im Hause ihres Vaters im Luxus aufwuchs, musste nun geduldig und mutig wirtschaftliche Engpässe aushalten, die ein notwendiger Teil jeder Belagerung sind.

 

Khadijahs edler Charakter und ihr Verhalten erfreute Allah derart, dass Er ihr besondere Grüße überbringen ließ.

 

Khadijah ist das Idealbild einer Ehefrau und Mutter. Der Prophet (Friede sei mit ihm) lebte in ihrem Haus, das Dank seiner Anwesenheit von Harmonie erfüllt war. Jibril besuchte ihn oft, um ihm neue Offenbarungen des Qur´an zu vermitteln.

 

Es wurde zum Mittelpunkt des Islam, in dem alle männlichen und weiblichen Gefährten oft zusammenkamen, um sich an der Gastfreundlichkeit des Propheten (Friede sei mit ihm) und dessen Gattin zu erfreuen. 

 

Nach der Auswanderung (arab. Hijrah) des Propheten (Friede sei mit ihm) nach Medina, wurde das Haus von Alis Bruder bewohnt.

 

Later Mu'awiyah bin Abu Sufyan who transcribed some of the Divine Revelations purchased this house and built a mosque. Thus the site of the house of Khadijah became a place of prayer and worship for all time.

 

Später kaufte Mu'awiyah bin Abu Sufyan, der einige Heilige Offenbarungen transkribiert hat, dieses Haus und baute eine Moschee. Auf dem Grundstück gab es von nun an für Jedermann einen Ort des Gebets und des Gottesdienstes.

 

Sie hatte die Angewohnheit zwei Gebetsabschnitte (arab. Rak´a) am Morgen und am Abend gemeinsam mit dem Propheten (Friede sei mit ihm) zu verrichten, obwohl diese Gebete zu jener Zeit von Allah noch nicht vorgeschrieben worden waren.

 

Nachdem sie den Islam angenommen hatte, wurde sie nachdenklicher und neigte zu starkem Gottesdienst. Sie fand gewaltigen Frieden im Gebet. 

 

Afif Kindi berichtet, dass 'Abbas bin 'Abdul Muttalib ein naher Freund von ihm war und er besuchte ihn oftmals im Jemen, da er mit Parfum handelte.

 

Eines Tages, als sie sich in Mina unterhielten, näherte sich ihnen ein stattlicher junger Mann.

 

Er wusch sich konzentriert die Hände und Füße und stand daraufhin ehrfürchtig mit gekreuzten Armen an der Brust da.

 

Bald kamen eine vornehme Dame und ein gut aussehender Junge und gesellten sich zu ihm.

 

'Afif fragte 'Abbas, was sie taten und ob dies ein neue Form der Bewegung sei. 'Abbas antwortete, dass der Junge sein Neffe, also der Sohn des 'Abdullah sei und dass die Dame seine Gattin sei.

 

Sie war eine sehr wohlhabende, tugendhafte  Frau. Sie ist das Idealbild einer Mutter und Ehefrau. Der Junge war der Sohn seines Bruders Abu Talib.

 

Mohammed (Friede sei mit ihm) hatte verkündet, dass er der Gesandte Allahs sei und begann eine neue Religion, genannt Islam, zu predigen. 

 

Zur gegebenen Zeit nahm 'Afif den Islam an. Er bedauerte immer die Tatsache, dass er Mohammed (Friede sei mit ihm) und seinen Gefährten bei ihren Gebeten an jenem denkwürdigen Tage nicht beigewohnt hatte, als er zum ersten Mal vom Islam gehört hatte.

 

Sie starb im Alter von 65 Jahren und widmete nahezu 25 Mohammed (Friede sei mit ihm) und den Angelegenheiten Islam.

 

Als Mohammed (Friede sei mit ihm) bemerkte, dass sich ihr der Tod näherte, tröstete er sie, in dem er sagte, dass Allah dies so bestimmt habe, weil dies zu ihrem Guten sein werde.

 

Ihre Augen fielen zu, als sie zu ihrem geliebten Mann aufschaute und ihre Seele verließ ihren irdischen Körper.

 

Ihr Grab wurde an einem Ort namens Hujjun, in der Nähe Mekkas ausgehoben. Mohammed (Friede sei mit ihm) stieg in die Grube hinab, um eigenhändig nachzuschauen, ob alles richtig gemacht wurde. Er legte sie eigenhändig und sanft hinein.

 

So verschied die „Mutter aller Gläubigen“ (Muslime), die alles dem Islam opferte. Die Dame, die den Islam von Anfang an tatkräftig unterstützt hatte.

 

Sie war die Mutter Fatimahs, die erste Frau im Paradies, die Großmutter der geliebten Enkel Hassan und Hussein, die die ersten Jungen im Paradies sein werden.

 

Als sie verstarb, war der Prophet (Friede sei mit ihm) in tiefer Trauer und verlor eine treue Gefährtin, die ihm in den schlimmsten Zeiten seines Daseins stets eine Stütze war.

 

Eine Dame der Quraysh, Khawlah bint Hakim, besuchte den Propheten (Friede sei mit ihm), um ihm Trost zu spenden. Sie sah seine Bestürztheit und und Trauer und machte Bemerkungen dazu.

 

Er antwortete, dass es nur natürlich sei, dass er ohne sie einsam sei, weil sie eine liebevolle Mutter war und ihre Kinder nun vernachlässigt seien. Sie sei eine treue und mitfühlende Ehefrau gewesen, die mit ihm alle Geheimnisse teilte.

 

Es sei nur natürlich und menschlich, dass er ihr Fehlen bedauerte, weil sie in schwierigen Zeiten immer für ihn da gewesen sei.

 

Immer wenn er von Wahrheitsverleugnern misshandelt wurde, unterstützte sie ihn moralisch und war treuergeben.

 

Ein Gefährte des Propheten (Friede sei mit ihm) erzählte, dass der Prophet (Friede sei mit ihm) jedes mal wenn er Geschenke erhielt, diese sogleich Freunden von Khadijah schickte.

 

Ayshah, eine der Lieblingsfrauen des Propheten (Friede sei mit ihm) sagte, dass der Prophet jedes mal, wenn eine Ziege geschlachtet wurde, ein Teil an Khadijahs Freunde ging. Als sie darüber eine Bemerkung machte, sagte er ihr: „Ich habe großen Respekt vor ihren Freunden, weil sie einen besonderen Platz in meinem Herzen innehat.“

 

Ayshah sagte, dass sie bei keiner anderen seiner Frauen so viel Eifersucht verspürt hatte wie bei Khadijah. Sie erzählte auch, dass er stets lange von ihren guten Eigenschaften sprach und um Vergebung für sie bat.

Ayshah berichtet, dass der Prophet (Friede sei mit ihm) nur in den höchsten Tönen von Khadijah sprach.

 

Eines Tages übermannten sie ihre angeborenen Eifersüchteleien und sie sprach verächtliche Worte über sie, in dem sie ihn fragte, warum der Prophet (Friede sei mit ihm) Khadijah vermisste, wenn Allah ihn doch mit einer jüngeren Frau gesegnet hatte.

 

Dies machte ihn traurig. Nachsichtig wie er war, seufzte er lediglich und antwortete:

„Ich habe noch keine bessere Ehefrau als sie gefunden. Sie glaubte an mich, als jeder, sog

ar die Mitglieder meiner Familie und mein Stamm mich der Lüge bezichtigten. Sie glaubte mir, dass ich ein Prophet, der Gesandte Allahs bin. Sie konvertierte zum Islam und gab ihr Vermögen, um mir bei der Verbreitung dieser Botschaft zu helfen. Dies tat sie in einer Zeit, in der die ganze Welt gegen mich zu sein schien und mich verfolgte. Durch sie hat Allah mich mit Kindern gesegnet.“

 

Allah sagt in der Sure Al- Fajr im Edlen Qur´an, dass zu den gläubigen gesagt werden wird:

 

„O du Seele voll Ruhe, Kehre zu deinem Herrn zurück, zufrieden und (Ihn) zufriedenstellend, Und tritt ein unter Meine Diener, Und tritt ein in Mein Paradies.“

 

(Der Koran. Aus dem Arabischen von Max Henning. Sure 89:27-30)