Das Paradies ist für gläubige Männer und Frauen

 

Wir hören Redner des Freitagsgebets oder in Ermahnungen oft über das Paradies reden, und wie wir alle unser Herz, Verstand und unsere Gedanken auf diese „Frequenz“ abgestimmt haben. Jedoch spricht die Mehrheit dieser Redner über das Paradies, als ob es eine Bleibe nur für Männer sie. In Wahrheit ist das natürlich nicht so. Das Paradies ist für gläubige Männer und Frauen. Der einzige Preis dafür ist ein gesunder Glaube an Allah, Liebe zu Allah und seinem Gesandten (Frieden und Segen auf ihn), und Folgsamkeit zu Allah und seinem Gesandten (Frieden und Segen auf ihn).

 

Das was nun folgt, sind frohe Botschaften des Propheten (Frieden und Segen auf ihn) an einige Frauen seine Gefährten:

 

Berichtet von ’Ayshah: „Ich beneidete keine Frau des Propheten so sehr wie ich Khadija beneidete, obwohl sie gestorben war, bevor ich mit dem Propheten verheiratet war, da ich ihn oft ihren Namen nennen hörte, und Allah ihm sagte, dass er ihr die frohe Botschaft übermittel soll, sie werde einen Palast aus Qasab bekommen (d.h. aus kostbaren Steinen und Perlen des Paradieses), und wann immer er ein Schaf schlachtete, würde der Prophet (Frieden und Segen auf ihn) einen großzügigen Teil an die Freundinnen seiner verstorbenen Frau Khadija schicken.“ [Sahih al-Bukhari]

 

Anas berichtet, dass der Gesandte Allahs (Frieden und Segen auf ihn) sagte: „Die beste Frau aller Menschheit sind vier: Mariam, ’Imrans Tochter, Assiya, die Frau des Pharaos, Khadija, Khuwailids Tochter, und Fatima, die Tochter von Allahs Gesandten.“ [Sahih al-Bukhari]

 

Berichtet von Abu Hurayrah: Jibril (Gabriel) kam zum Propheten und sagte, „O Gesandter Allahs! Dies ist Khadija mit einer Schüssel Fleischsuppe (oder andere Art von Essen und Getränk). Wenn sie dich erreicht, grüße sie im Namen Allahs und auch in meinem Namen (Jibril) und überreiche ihr die frohe Botschaft, sie bekomme einen Palast auf Qasab (Ort im Paradies), wo es weder lautes Geräusch, noch Schwierigkeiten geben wird.“

[Sahih al-Bukhari]

 

Berichtet von ’Ata bin Abi Rabah: Ibn ’Abbas sagt zu mir, „Soll ich dir eine Frau des Paradieses zeigen?’ Ich sagte, „Ja.“ Er sagte, „Diese schwarze Frau kam zum Propheten und sagte, „Ich kriege epileptische Anfälle, wodurch mein Körper entblößt wird (da die Kleidung verrutscht); bitte rufe Allah für mich um Hilfe.“ Der Prophet sagte zu ihr, „Wenn du willst, dann bleibe geduldig und warte, und du wirst ins Paradies eintreten; oder wenn du willst, dann werde ich Allah für dich um Hilfe bitten, dich zu heilen.“ Sie sagte, „Ich werde warten und geduldig sein“, und sie fügte hinzu, „aber mein Körper wird entblößt, wenn ich epileptische Anfälle habe, so bitte Allah darum, dass ich nicht entblößt werde.“ So bat er Allah für sie um Hilfe.“ [Sahih al-Bukhari]

 

Die oben genannten Hadithe erzählen von Frauen, zu denen die frohe Botschaft des Paradieses gekommen ist. Was kann die Frau von heute tun, um den Gipfel des Erfolges, das Paradies, zu erreichen?

 

Um das Paradies zu erreichen, MUSS man wissen, wie dieses Frauen lebten, wie sie sich verhielten, wie sie sprachen, sich kleideten und gingen, etc. Wir werden versuchen aus dem letzten Hadith über die schwarze Frau etwas zu lernen, insha’Allah. Kennen tun wir die schwarze Frau noch nicht mal durch ihren Namen oder ihrer Herkunft, viel mehr kennt man sie durch ihre Taten, ihren Glauben, ihre Bescheidenheit, Keuschheit und durch die Tatsache, dass ein Paradiesbewohner ist. Letzteres ist genau das, was am Ende am meisten zählt. Als Abdullah Ibn Abbas (Möge Allah zufrieden mit ihm sein) sagte „diese schwarze Frau“, beabsichtigte er nicht ihre Rasse hervorzuheben oder sie in irgendeiner anderen Art zu diskriminieren, nein, tatsächlich wollte er die Leute seiner Umgebung ein wichtiges Prinzip des Islams lehren, der im folgenden Vers genannt wird:

 

„O ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf dass ihr einander erkennen möget. Wahrlich, vor Allah ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste ist. Wahrlich, Allah ist Allwissend, Allkundig.“

(Sure 49:13)

 

Das gleiche Prinzip beinhaltet folgender Hadith:

 

„Allah beachtet nicht eurer Aussehen und eure Körperformen, sondern eure Herzen und Taten.“ [Muslim]

 

Die schwarze Frau war körperlich krank und schwach, dennoch kam sie zum Propheten (Frieden und Segen auf ihn) um ein Bittgebet zur Heilung ihrer Krankheit zu ersuchen. Sie wusste, dass Derjenige der heilt, ash-Shafi, Allah ist, und dass Allah die Bittgebete seines Gesandten (Frieden und Segen auf ihn) beantworten würde. Daraus schließen wir, dass das Bittegebet alle Krankheiten heilt, seien es körperliche oder seelische Krankheiten. Beim Kommentieren dieses Hadithes, al-Hafidh Ibn Hajar sagte; „Aus diesem Hadith lässt sich schlussfolgern, dass die Heilung von Krankheiten durch Bittgebete und Anflehung zu Allah (wa al-iltija’ ila Allah) der erfolgreichste Weg der Heilung von Krankheiten ist, dennoch müssen zwei Bedingungen gelten: Die reine Absicht und das aufrichtige Vertrauen in Wirksamkeit des Bittgebets, und die Rechtschaffenheit und Vertrauen in Allah.

 

Die Tatsache, dass der Prophet (Frieden und Segen auf ihn) sagte: „Wenn du willst, bleibe geduldig und warte, und du wirst in das Paradies eintreten“ ist ein Beweis für die Kostbarkeit und Belohnung der Geduld während einer Krankheit. In einem anderen Hadith, sagte er (Frieden und Segen auf ihn): Wann immer eine Notlage oder Beschwerde den Muslim heimsucht, so wird ihm verziehen auch wenn er nur von einer Nadel gestochen wird.“ [Muslim]

 

In einem anderen Hadith, auch von Muslim berichtet, verflucht Ummu as-Sa’ib das Fieber, worauf der Prophet (Frieden und Segen auf ihn) zu ihr sagte: Verfluch nicht das Fieber, da es die Sünden löscht, wie das Feuer Unreinheiten des Eisens mit sich nimmt.“ Die schwarze Frau bevorzugte das Leiden dieser Welt um den ewigen Preis des Paradieses zu bekommen! Sie litt unter Schwerstkrankheit, dennoch unterlag sie ihren Schmerzen und ihrem Unwohl nicht, um nicht auf das Paradies zu verzichten. Und ganz gleich wer man ist, wenn einer auf dem Wege Allahs ist, ist er immer Schwierigkeiten ausgesetzt, da das Paradies nicht umsonst und von Beschwernissen umgeben ist. Wenn die Dinge einfach sind, und das Leben rosig, dann muss sich einer mal selbst betrachten, ob er denn auch auf dem richtigen islamischen Wege zu Allah ist? Besonders im Westen mag es für eine junge Frau schwer sein, sich islamisch korrekt zu bekleiden (Hijab), nicht mit fremden Männern zu reden und sich von ihnen fernhalten, außer bei Notfällen.

 

All dies mag schwer sein für jemanden umzusetzen, der noch am Anfang steht, aber wenn einer sich überwindet und über seinen eigenen Schatten springen kann, für Allah, dann werden alle anderen Hindernisse unbegründet. Also, wie überwindet man sich selbst? Wenn man die Namen Allahs und seine Attribute kennt, wenn Allah und seinen Gesandten (Frieden und Segen auf ihn) liebt und gehorcht; so wird Allahs Hilfe gewiss, insha’Allah. Die schwarze Frau bevorzugte Geduld, aber konnte dennoch nicht akzeptieren, dass ihre Ehre, ihre Bescheidenheit und ihre Keuschheit durch unbedeckte Stellen des Körpers beschädigt werden. Sie war tatsächlich ein wahrer Diener Allahs. Sie war treu, eine Gläubige, eine Muslima, eine aufrichtige und lobenswerte Frau, und sie war loyal zu Allah und seinem Gesandten (Frieden und Segen auf ihn). Sie hatte nicht nur diese bewundernswerten Qualitäten, sondern war sie auch weise und eine großartige Frau, wie sie nämlich einst sagte: „…aber mein Körper wird entblößt, so bitte Allah um Hilfe für mich, auf das ich nicht entblößt werde.“

 

Wenn man Wörter in Gold zu schreiben hätte, so wären es diese Worte…Merke diese einfache Gleichung:

 

Iman+Suffering+Patience = Paradies.

 

Ebenso lässt sich schlussfolgern, dass diese aufrichtige Muslima von Natur aus bedeckt sein mag, dass sie die Bescheidenheit und ihre Keuschheit von Natur aus liebt, und es hasst ihren Körper und ihre Schönheit zu enthüllen. Die schwarze Frau hielt ihre Krankheit aus, aber sie hielt nicht ihre Entblößung vor allen Leuten aus.

 

Dies hier unterscheidet nicht zwischen Weißen oder Schwarzen, Arabern oder Nicht-Arabern, Reich oder Arm, Adel oder Bürgerlich. Es geht vielmehr um ein Glaubensbekenntnis, was so tief in den Herzen der Muslime verwurzelt ist, wie das Blut in den Adern fließt. Es sind jene, dich sich völlig dem Islam hingeben. 1400 Jahre Geschichte zeigten, dass muslimische Frauen Hunger, Armut, Krankheit etc. aushalten können, aber niemals Allah den Gehorsam verweigerten. Eine Ehefrau würde ihrem Mann sagen, wenn sie zur Arbeit gehen würde: „Fürchte Allah in uns, da wir Hunger und Durst standhalten, aber niemals das Höllenfeuer.“

 

Liebe Schwestern, fragt euch selbst was Khadija ausmachte, dass sie von Allah und Jibril Grüße gesandt bekam. Fragt euch selbst, was Khadija ausmachte, dass sie mit einem Palast im Paradies belohnt werden würde, was noch keiner je erblickte.

Wenn man die Biographie Khadijas ließt, wünscht man sich in ihren Diensten zu stehen: Ihre Schuhe zu tragen, ihre Kleider zu waschen, ihnen in bester Weise dienlich zu sein, und von ihnen Bittgebete zu bekommen. Es ist traurig, dass wir einfach nicht die wunderschönen Charaktere unserer Ummah kennen. Wenn wir doch nur eifrig wären, das Leben der Rechtschaffenen zu studieren, die vor uns waren, so würden wir in ihnen immense Rechtleitung für unsere eigene Existenz finden…

 

 Es wird gesagt, „Iman (Glaube) ist nicht Hoffnung, es ist eher etwas, was in unseren Herzen passiert und etwas, was durch Taten bezeugt wird [maa waga’a fil qalbi wa saddaqahul’-amal].“ Denke darüber nach und bete zu Allah, uns zu Paradiesbewohnern gehören zu lassen, und uns die Geduld zukommen zulassen, die uns ins Paradies führt, und die jetzige muslimische Ummah zu segnen, mit vielen Frauen wie dieser einen schwarzen Frau, die uns half, auf unserem geraden Weg zu Allah standhaft zu bleiben…

 

 

Asma’ bint Abi Bakr

 

Im vorherigen Text haben die schwarze Frau und ihre Liebe zu Allah kennengelernt. Wir werden noch einmal zurück in die Zeit gehen und eine andere großartige Frau kennenlernen, Asma’ bint Abi Bakr, eine Frau aus der Sahaba (weiblichen Gefährten) des Propheten (Frieden und Segen auf ihn). Diese Reise setzt voraus, dass wir unsere Gedanken von den Ideen und Meinungen der Modernisten befreien und besondere Aufmerksamkeit dem Leben dieser Frau und wie sie es führte, schenken, und es mit unserem eigenen Leben vergleichen.

Wie immer begehen wir diese Reise an Hand authentischer Überlieferungen der Gelehrten der Hadithe. Mach dich bereit auf eine Reise in die Vergangenheit, in die Goldene Ära der Zeit des Propheten (Frieden und Segen auf ihn).

 

Asma’, Tochter von Abu Bakr, sagte: “az-Zubair (Ibn al-’Awwam, der Cousin des Propheten) heiratete mich. Er war weder reich, noch arm, und besaß sonst nichts Nennenswertes außer einem Kamel um Wasser zu holen und ein Pferd. Ich kümmerte mich um das Pferd, [sorgte für Futter und Fürsorge, und verschaffte Datteln für das Kamel. Und während dessen, sorgte ich für das Pferd], ich versorgte es mit Wasser, reparierte seinen Ledereimer, und knetete den Teig. Ich war nicht all zu sehr erfahren in Brotbacken, so backten meine weiblichen Nachbarn das Brot für mich [und sie waren vertrauenswürdige Frauen]. Und ich trug auf meinem Kopf die Dattelsteine von az-Zubairs Feld, welches Allahs Gesandter (Frieden und Segen auf ihn) ihm geschenkt hatte, und lag 2 Meilen von Madinah entfernt.

 

„Als ich eines Tages die Dattelsteine auf meinem Kopf trug, traf ich Allahs Gesandten (Frieden und Segen auf ihn) mitsamt einer Gruppe von Gefährten. Er rief mich und ließ sein Kamel in die Knie gehen, damit ich hinter ihm reiten konnte. Ich war schüchtern auf Grund der Männer und dachte an az-Zubairs seine ghirah (1), und wer ein Mann mit der meisten ghirah. Als der Prophet (Frieden und Segen auf ihn) meine Schüchternheit zur Kenntnis nahm, ging er fort. Ich ging zu az-Zubair und sagte ihm: ‚Der Gesandte Allahs (Frieden und Segen auf ihn) und eine Gruppe seiner Gefährten traf mich und sah, dass ich Dattelsteine auf meinem Kopf trug, so ließ er sein Kamel niederknien, damit ich hinter ihm auf dem Kamel reiten konnte. Ich war aber zu schüchtern und dachte an deine ghirah.’ Daraufhin sagte az-Zubair: ‚Bei Allah, das Tragen der Dattelsteine auf deinem Kopf ist für mich eine schlimmere Last als mit dem Propheten (Frieden und Segen auf ihn) zu reiten.“ [Und ich führte ein hartes Leben, bis Abu Bakr mir eine Partnerin sandte, die die Verantwortung auf sich nahm, sich nach Pferd und Kamel zu sorgen, und fühlte, dass sie mich befreit hatte (2).’ Erinnere dich, dass Asma’ die Schwägerin des Propheten (Frieden und Segen auf ihn) war!

 

Asma’ berichtete: „Ich hielt den Haushalt von az-Zubair und kümmert mich um sein Pferd, dass er besaß. Nichts war belastender für mich als sich um das Pferd zu kümmern. Ich fütterte und sorgte für es, bis ich vom Propheten (Frieden und Segen auf ihn) einen Diener von seinen Gefangenen aus dem Krieg bekam. Er gab mir eine weibliche Person, die sich dann um das Pferd kümmerte und mich somit von meiner Last befreite. Eine Person kam auf mich zu und sagte: „Mutter von Abdullah, Ich bin eine verarmte Person und beabsichtige hiermit in deine Dienste einzutreten und mich um den Haushalt zu kümmern.“ Ich (Asma’) sagte: „Wenn ich es dir erlaube, und az-Zubair damit vielleicht nicht einverstanden wäre, wäre es besser du kommst und stellst deine Anfrage erneut wenn az-Zubair gegenwärtig ist.“

 

So kam er demnach erneut und sagte: „Mutter von Abdullah, Ich bin eine verarmte Person und beabsichtige hiermit in deine Dienste einzutreten und mich um den Haushalt zu kümmern.“ Ich sagte: „Gibt es denn nicht in Madinah eine geeignete Arbeitsstelle für dich, außer meinem Haus?“ Az-Zubair sagte: „Warum gewährst du dem armseligen Mann nicht für uns zu arbeiten?“ So fing er an in unsere Dienste zu treten und verdiente so viel Geld, dass wir ihm unser Sklavenmädchen verkauften. Az-Zubair kam zu mir als ich das Geld in meinem Schoß hatte und bat mich es ihm zu geben. Ich sagte: „Ich beabsichtige es für einen wohltätigen Zweck zu spenden.“ [Muslim]

Bemerkt wir Asma’ anfänglich dafür gewesen war, den armen Mann einzustellen, doch stets nichts zu entscheiden ohne das Einverständnis ihres Mannes. Sie stelle dem armen Mann beim zweiten Treffen also die Frage: Gibt es denn nicht in Madinah eine geeignete Arbeitsstelle für dich? um die Meinung ihres Mannes indirekt zu erfahren. Als sie sich als positiv herausstellte, war sie mit seiner Anfrage bei ihnen im Hause zu arbeiten einverstanden.

 

Lieber Geschwister, Allah hat dich zu einer geschützten Perle im Islam gemacht, mit der die Liberalisten versuchen Handel zu treiben, und die Modernisten versuchen ihre Bescheidenheit und Keuschheit abzuziehen. Lest diese Hadithe bedächtig immer und immer wieder, und denkt über sie intensive nach. Sie beinhalten eine goldene Mine für Frauen und Männer.

 

Asma’ hatte folgende charakteristische Eigenschaften (unter anderen):

 

Sie war einer der edelsten Frauen Arabiens ihrer Zeit.

 

Sie war die Tochter des reinen und edlen Abu Bakr, der Führer seines Stammes, und der erste Kalif des Islams.

 

Sie war die Schwägerin des besten Menschen aller Zeiten. Muhammad, der sie „Thatun-Nitaqayn“ nannte (der mit den zwei Gürteln), dies zu Ehren ihrer heldenhaften Tat während der Hijrah (Migration) des Propheten und Abu Bakr, von Makkah nach Madinah.

 

Sie war die Schwester von einer der klügsten Frauen, Aisha, die unter den sieben Gefährten des Propheten ist, die mehr als tausend Hadithe überlieferte.

 

Sie war die Frau von az-Zubair Ibn al-’Awwam, einer der zehn Menschen denen das Paradies von dem Propheten (Frieden und Segen auf ihr) versprochen wurden. Az-Zubair war mutig, tapfer und verteidigte den Propheten (Frieden und Segen auf ihn) mit seinem Schwert.

 

Sie war die Mutter von amirul-mu’minin ’Abdullah Ibn az-Zubair, dem bay’a in Hijaz gegeben wurde und der von al-Hajjaaj (3) getötet wurde.

 

Und sie war die Mutter von ’Urwah, der, wenn er im Gebet stand, alles um sich herum vergaß. Es war ’Urwah, dem, als sein Bein amputiert werden sollte, Wein trinken solle, als Narkosemittel für seine Schmerzen, der den Wein trotzdem ablehnte, und statt dessen beauftragte sein Bein zu amputieren während er betete. So taten sie es, und er spürte keinen einzigen Schmerz bis er mit beten fertig war.

 

Asma’ war einer der edelsten Personen, und war dennoch bedeckt und bescheiden vor Männern. Sie lehnte es ab mit Männern zu sein, sich unter sie zu mischen, und mit ihnen mitzugehen und mit ihnen mitzureiten – und bei Allah, die Männer von denen gesprochen wird, sind keine gewöhnlichen Männer! Es waren der Prophet (Frieden und Segen auf ihn) und seine Gefährten. Sie diente ihrem Ehemann, wie es eine wahre Ehefrau tun sollte, eine Frau, die geschützt von allem, ihrer Arbeit nachgeht und sich um den Haushalt kümmert. Sie hielt ihre Ehre und die Ehre ihres Mannes aufrecht. Übte sie jemals Druck auf az-Zubair aus, indem sie ihn erinnerte wessen Tochter sie war und aus welchem ehrenhaften Geschlecht sie abstammte, als Tochter des edlen Abu Bakr? Nein, sie blieb geduldig für die Erschwernisse die sie auf sich zunehmen hatte, war liebend und respektvoll ihrem Ehemann gegenüber. Könnte eine Frau reicher als Asma’ sein?

 

Ihr Vater, Abu Bakr, war ein reicher Geschäftsmann, dennoch trug sie Dattelsteine auf ihrem Kopf herum, und ging Meilen um Wasser und Dattelsteine zu holen. Sie kümmert sich auch um Pferde und Kamele [was sie nicht in dem Haus ihres Vaters je getan hat], backte Brot, erfreute ihren Ehemann, und traf dennoch keine Entscheidung ohne ihn, auch wenn es eine Entscheidung zum Gefallen Allahs wäre.

 

Liebe Geschwister, wacht auf! Realisiert, dass die Modernisten und Liberalisten euch auf einen anderen Weg führen, als den Weg eines Gläubigen. Allah sagt (ungefähre Übersetzung):

 

Wer sich aber mit dem Gesandten verfeindet, nachdem ihm der rechte Weg klar geworden ist, und einen anderen Weg befolgt als den der Gläubigen, den werden Wir verfolgen lassen, was er verfolgt, und werden ihn dann in Dschahannam brennen lassen; und schlimm ist sein Ende.

(Sure 4:115)

 

Welche Weg führt dicht zu Glückseligkeit dieser Welt und des Jenseits, zur Freude Allahs und zu Asma’ im Paradies? Ist es der Weg des tabarruh(5) und sufur(6) und Ikhtilat(7), oder der Weg des Hijabs und der Bescheidenheit?

 

Erinnere dich an die goldenen Worte von Asma’ als sie sage: „Ich war zu bescheiden, als dass ich mit den Männern gehen würde, und dachte an az-Zubair und seine ghirah.“ Erinnere dich ebenso an die schwarze Frau die sagte: „Aber mein Körper wird entblößt, so bitte Allah um Hilfe für mich, auf dass ich nicht mehr entblößt werde.“ Dies veranschaulicht, was für eine reine und saubere Gesellschaft damals herrschte, und was für bewundernswerte Frauen es waren. Sie waren die Anhänger des Korans und der Sunnah, die Salaf auf die wir stolz sind ihr folgen zu dürfen. Wir bitten dich, darüber nachzudenken, und zu Allah zu beten uns alle zu solchen reinen Frauen und Männern zu machen, mit denen Allah zufrieden ist und über die sich der Prophet (Frieden und Segen auf ihn) freut sie im Paradies begrüßen zu dürfen, da sie die Sunnah befolgten, obwohl einige den Propheten niemals trafen, und die Praktiken der Gefährten befolgte, obwohl einige sie niemals trafen.

 

Stelle dir vor, liebe Schwester, dass du einer dieser gesegneten bist, die die Sirat erfolgreich überquerten(8), und dich im Hawdh (Becken) des Propheten wieder findest, aus dem du trinkst. Stelle dir vor, wie du in Jannah eintrittst und die mit dem Propheten (Frieden und Segen auf ihn) wieder findest, der sich über dich freut. Stelle dir vor, du bist einer von denen die er „meine brethren“ (9) nennt. Stelle dir vor, du bist unter denen, die dabei sind, wenn der Vorhang fällt und das Antlitz des Herren erblicken dürfen. Wahrlich, die Belohnung von Allah ist unbezahlbar; die Belohnung von Allah ist das Paradies; das, was du dafür tun musst, ist die Befolgung des Korans und der Sunnah, sowie es Asma’ und az-Zubair und alles anderen Sahaba getan haben.

 

Kommen wir zurück in das jetzige Jahrhundert…

 

Wir hoffen und beten dafür, dass, nachdem wir durch diese authentischen Hadithe gereist sind, wir das, was wir gelernt haben, in die Praxis umsetzen können. Wir erinnern dich daran, dass unsere Glückseligkeit, unsere Freude unserer Augen und das Wohlwollen unsere Herzen damit anfangen, dass du den Koran und die Sunnah befolgst:

 

Wir hoffen dich wieder zu treffen, wenn wir beim nächsten mal insha’Allah uns auf eine neue Reise in die Zeit des Propheten (Frieden und Segen auf ihn) begeben, durch weitere Ayahs aus dem Koran und anderen authentischen Hadithen.

(1)   Das Gefühl der Ehre, die ein Mann gegenüber seiner weiblichen Familienmitglieder hat.

(2)   Al-Bukhari, Muslim and Ahmad; additional narration in brackets "[ ]" are from Muslim.

(3)   Abdullah ibn az-Zubair ersuchte Ratschlag bei seiner Mutter Asma’, als es um den Kampf gegen al-Hajjaaj und amir Abdul Malik ging, die von ihm Kapitulation verlangten. Sie sagte: „Wenn du raus gehst, und für das Buch Allahs und die Sunnah des Propheten kämpfst, so wisse, dass die Ziege bei der Schlachtung nicht gefoltert wird (die Ziege, wenn einmal geschlachtet, spürt keinen Schmerz mehr wenn man ihre Haut abzieht). Also sterbe in Wahrheit. Aber wenn du raus gehst, und das weltliche Leben bevorzugst, gibt es keine Gnade für dich, ob du lebst und stirbst. Mein Sohn! Sterbe in Ehre und Würde, und gib nicht auf.“ Nach diesem Treffen mit Asma’, Abdullah ging raus um zu kämpfen…er wurde in Makkah durch al-Hajjaaj getötet. Möge Allah gnädig und zufrieden mit ihm sein.

(4)   Der Gläubigen sind die Sahaba (Gefährten des Propheten a.s.s) Shaikh-ul-Islam Ibn Taymiyah kommentierte diese Vers „Wer sich aber mit dem Gesandten verfeindet, nachdem ihm der rechte Weg klar geworden ist, und einen anderen Weg befolgt als den der Gläubigen, den werden Wir verfolgen lassen, was er verfolgt, und werden ihn dann in Dschahannam brennen lassen; und schlimm ist sein Ende.“ (4:115)

(5)   Seine Schönheit und Reize zeigen

(6)   Seine Schönheit und Reize zeigen

(7)   Sich unter Männer mischen

(8)   Die Brücke die über der Hölle gespannt ist.

(9)   Leute, anders wie die Gefährten, die später, also nach der Zeit des Propheten kommen.