Über die Führerschaft der Frauen

 

Sheikh Abu at-Tayyib Adhimabadi
Awn al-Ma'bud [2/300-301], the commentary to Abu Dawud
Übersetzung ins Englische von Abu Rumaysah

 

Umm Waraqah, die Tochter von Nawfal, berichtete, „Als der Prophet (Frieden und Segen sei auf ihm) nach Badr aufgebrochen ist sagte ich zu ihm, `Gesandter Allahs erlaube mir dich bei der Schlacht zu begleiten. Ich würde mich als Pflegerin um die Verletzten kümmern und vielleicht wird mir Allah das Märtyrertum gewähren.` Er antwortete, `Bleibe zu Hause und Allah der Erhabene wird dir das Märtyrertum gewähren.`[Der Überlieferer sagte: Deshalb wurde sie Märtyrer genannt] Sie las den Qur´an und ersuchte die Erlaubnis des Propheten (Frieden und Segen sei auf ihm) einen mu'adhdhin in ihrem Haus zu haben. Deshalb erlaubte er ihr dies zu tun. Sie verkündete das ihr Sklave und ihr Sklavenmädchen nach ihrem Tod frei gelassen werden sollten, also erdrosselten die Sklaven sie eines Nachts mit einem Stück Stoff und rannten davon. Am nächsten Tag verkündete  ´Umar, dass jeder der etwas über die beiden Sklaven weiß oder sie gesehen hat, sie zu ihm bringen sollten. (Nachdem sie gefangen worden waren) Befahl ´Umar, dass die Sklaven gekreuzigt werden sollten und dies war die erste Kreuzigung in Medina.“

 

Von Umm Waraqah, der Tochter von Abdullah bin al-Harith, "Der Gesandte Allahs (Friede und Segen sei auf ihm) pflegte sie in ihrem Haus zu besuchen. Er wies einen mu'adhdhin an den Gebetsruf für sie zu verrichten und er befahl ihr das Gebet in ihrem Haus für ihre Vertrauten zu leiten." Abdurrahman sagte, "Ich sah, dass ihr mu'adhdhin ein alter Mann war." [Abu Dawud (Eng. Trans. #591 & 592)]

 

Dieser Hadith beweist, dass die Führerschaft der Frauen und ihre Funktion als Führerin im Gebet korrekt und durch den Gesandten Allahs (Frieden uns Segen sei auf Ihm) bestätigt ist. Aisha und Umm Salamah führten die Frauen in den Pflichtgebeten und im Tarawih Gebet.

 

Al-Hafidh sagte in ‘Talkhis al-Habir',

 

"Der Hadith von Aisha, dass sie die Frauen im Gebet führte während sie in der Mitte (der ersten Reihe) stand, wurde von 'Abdur-Razzaq und  über die Überlieferungskette von, ad-Daruqutni und al-Bayhaqi von dem  Hadith von Abu Hazim from Ra'ita al-Hanafiyyah von 'A'ishah, dass sie die Frauen in einem Pflichtgebet führte während sie zwischen ihnen stand' überliefert.

 

Ibn Abi Shaybah und al-Hakim überlieferte über ibn Abi Laylah von Ata von Aisha 'dass sie die Frauen im Gebet zu führen pflegte und in der Mitte ihrer ersten (Reihe) stand.'

 

Der Hadith von Umm Salamah, dass sie die Frauen im Gebet führte und in ihrer Mitte stand, wurde überliefert  von ash-Shafi'i, ibn Abi Shaybah und 'Abdur-Razzaq alle von ibn Uyaynah von 'Ammar ad-Dahni von einer Frau seiner Leute die Hajirah genannt wurde, von Umm Salamah 'dass sie das Gebet führte und in der Mitte der ersten (Reihe) stand.'

 

Der Wortlaut von 'Abdur-Razzaq war: "Umm Salamah führte uns im ´Asr-Gebet und stand in unserer Mitte.'"

 

Al-Hafidh sagte auch in 'ad-Dirayah',

"Muhammad bin al-Hasan überlieferte von Ibrahim an-Nakha'i von Aisha 'dass sie die Frauen im Gebet während des Monats Ramadan zu führen pflegte und in der Mitte (ihrer ersten Reihe) stand.'“

 

Ich sage: Es geht klar aus diesen Ahadith hervor, dass eine Frau wenn sie andere Frauen im Gebet anführt, in der Mitte (der ersten Reihe) steht. Zwischen ihnen und nicht vor ihnen (wie bei den Männern).

as-Sana'ani sagte in 'Subul as-Salam',

 

"Dieser Hadith beweist die Korrektheit, dass die Frau das Gebet für die Menschen in ihrem Haushalt anführt, sogar wenn Männer unter ihnen seien sollten – und in diesem Fall war ihr mu'adhdhin ein alter Mann. Der buchstäbliche Sinn des Hadiths zeigt, dass sie ihn, ihren Sklaven und ihr Sklavenmädchen im Gebet zu führen pflegte.

 

Abu Thawr, al-Muzani und at-Tabari war der Ansicht, dass diese Meinung korrekt war während die Mehrheit gegenteiliger Meinung war."

 

...'Abdur Razzaq berichtet in seinen Musannaf von Ikrimah von ibn Abbas, dass er sagte, "Wenn eine Frau andere Frauen im Gebet anführt, dann sollte sie in der Mitte von ihnen stehen."