Der Status der Frau in Quran und Sunna

Prof. 'Abdur Rahman I. Doi

 

Im Islam gibt es überhaupt kein Unterschied zwischen Mann und Frau, solange sie ihre Beziehung zu Allah aufrechterhalten. Beide Geschlechter erhalten die gleiche Belohnung für gutes Benehmen und beide Geschlechter erhalten die gleiche Strafe für schlechtes Benehmen.

Der Koran sagt:

 

Und ihnen (den Frauen) stehen die gleichen Rechte zu wie sie (Die Männer) zur gütigen

Ausübung über die haben. (Koran 2:228)

 

Der Koran spricht zu den Gläubigen oft mit der Ansprache:“ Die Gläubigen Männer und Frauen“ um die absolute Gleichwertigkeit von Mann und Frau hinsichtlich ihrer Aufgaben, Rechte, Vorzüge und Verdienste zu betonen.

 

„Wahrlich, die muslimischen Männer und die muslimischen Frauen, die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen, die gehorsamen Männer und die gehorsamen Frauen, die wahrhaftigen Männer und die wahrhaftigen Frauen, die geduldigen Männer und die geduldigen Frauen, die demütigen Männer und die demütigen Frauen, die Männer, die Almosen geben und die Frauen, die Almosen geben,   die Männer, die fasten und die Frauen, die fasten, die Männer, die ihre Keuschheit wahren und die Frauen die ihre Keuschheit wahren, die Männer, die Allahs häufig gedenken und die Frauen, die (Allahs häufig) gedenken- Allah hat ihnen Vergebung und großen Lohn bereitet“.(Koran 33:35)

 

Dieses widerspricht den Behauptungen einiger christlicher Prediger, dass Frauen keine Seele besitzen und dass sie als geschlechtsloses Wesen im Jenseits existieren. Der Koran sagt, dass Frauen Seelen haben genau wie Männer und das Paradies betreten werden, wenn sie gutes tun:

 

„Tretet in das Paradies ein, ihr und eure Gattinnen und seid glückselig“ (Koran 43:70)

 

„Dem, der recht handelt- ob Mann oder Frau- und gläubig ist, werden wir gewiss ein gutes Leben gewähren.“ (Koran 16:97)

 

Der Koran warnt jene Männer, die Frauen unterdrücken oder schlecht behandeln:

 

„O ihr, die ihr glaubt, euch ist nicht erlaubt, Frauen gegen ihren Willen zu beerben. Und hindert sie nicht (an der Verheiratung mit einem anderen), um einen Teil von dem zu nehmen, was ihr ihnen (als Braugabe) gabt, es sei denn, sie hätten offenkundig Hurerei begangen. Verkehrt gütig mit ihnen; und wenn ihr Abscheu gegen sie empfindet, empfindet ihr vielleicht Abscheu gegen etwas, in das Allah reiches Gut gelegt hat.“ (Koran 4:19)

 

Vergleicht man die Lage der heidnischen Araber, vor dem Islam, wo es üblich war kleine Mädchen bei lebendigem Leib zu vergraben, wo noch nackte Frauen um die Kaaba tanzten und Frauen als Eigentum sowie als Objekt der sexuellen Begierde betrachtet wurden, die keine Rechte besitzen, so waren die Gesetze des Korans revolutionär.

 

In manchen anderen Religionen gilt die Frau als sündig und verrucht und der Mann als tugendhaft und vornehm. Der Islam betont, dass Frauen und Männer aus der gleichen Essens geformt wurden. Der Koran erklärt:

 

„ O ihr Menschen, fürchtet euren Herren, Der euch erschaffen hat aus einem einzigen Wesen; und aus ihm erschuf Er seine Gattin und aus den beiden ließ Er viele Männer und Frauen entstehen. Und fürchtet Allah, in Dessen Namen ihr einander bittet, sowie (im Namen eurer) Blutsverwandtschaft. Wahrlich, Allah wacht über euch. (Koran 4:1)

 

Der Prophet (Friede und Segen auf ihm) sagte:“ Frauen sind die andere Hälfte der Männer“.

In einem schönen Vergleich beschreibt der Koran die Beziehung von Mann und Frau:

 

„Sie sind ein Gewand für euch und ihr seid ein Gewand für sie“. (Koran 2:187)

 

Genauso wie unser Gewand unseren Scham bedeckt, so bewahren Frau und Mann in ihrer Beziehung, die Keuschheit. Das Gewand ist bequem für den Körper, so dass der Ehemann gefallen an seiner Ehefrau findet und sie gefallen an ihm. Das Gewand verziert, schmückt und verschönert unseren Körper. So verschönert die Frau den Mann und der Mann schmückt die Frau. Der Islam sieht in der Frau kein Instrument des Bösen, aber der Koran bezeichnet sie als Muhsana- sie ist eine Festung gegen den Satan, weil eine verheiratete Frau ihrem Mann auf dem Weg der Rechtschaffenheit hilft.

 

Deswegen sah der Prophet (Friede und Segen auf ihm) die Ehe als tugendhaft an. Mohammed sagte:“ Wenn ein Mann heiratet, hat er die Hälfte seiner Religion erfüllt.“ Der Prophet (Friede und Segen auf ihm) warnte die Muslime:“ Die Ehe ist ein Teil meines Weges und wer auch immer sich von meinem Weg fernhält, ist nicht von mir (folgt mir nicht)“ Der Koran gibt den Grund der Ehe an:

 

„Und unter Seinen Zeichen ist dies, dass Er Gattinnen für euch aus euch selber erschuf, auf dass ihr Frieden bei ihnen finden mögt; und Er hat Zuneigung und Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt. Hierin liegen wahrlich Zeichen für ein Volk, das nachdenkt.“ (Koran 30:21)

 

Der Prophet Muhammad (Friede und Segen auf ihm) lobte die rechtschaffenen und tughaften Frauen. Er sagt: „ Es gibt viele schöne Sachen auf der Erde, aber das Schönste ist eine tugendhafte Frau. Er erzählte einmal dem zukünftigen Kalifen, Umar: „ Soll ich dir über den schönsten Schatz erzählen, denn ein Mann haben kann. Es ist eine rechtschaffene Frau, die ihm gefällt, wann immer er sie anschaut und die sich schützt, wenn er nicht bei ihr ist.“

 

An einer anderen Stelle erwähnte der Prophet:

 

„Der beste Besitz eines Mannes ist eine Zunge die Allahs gedenkt, ein dankbares Herz und eine gläubige Frau, die ihrem Mann im Glauben hilft. Und er sagte:“ Die ganze Welt ist voll von Sachen aber das Beste ist eine tugendhafte Frau“.

 

Vor dem Islam wurden die Frauen schlechter als Tiere behandelt. Der Prophet wollte alle Grausamkeiten, die den Frauen angetan wurden, stoppen. Er wollte, dass man gütig zu ihnen ist. Er predigte den Muslimen:“ Fürchtet Allah und respektiert die Frauen“. Und:“ Der Beste unter euch ist, derjenige der seine Frau am besten behandelt.“ Auch sagte er:“ Ein Muslim soll seine Frau nicht hassen und wenn er eine Eigenschaft an ihr nicht mag, so soll er auf die Eigenschaften schauen die er mag. Und:“ Je besser sich ein Muslim gegenüber seiner Frau verhält, desto perfekter ist er im Glauben.“

 

Der Prophet (Friede und Segen auf ihm) weiß die Muslime nachdrücklich hin, freundlich zu ihren Frauen zu sein, in seiner berühmten Khutbah am Berge Arafat in der Gegenwart von hundert-vierundzwanzig-tausend Gefährten, welche sich zum Hajj al-Wada (Abschiedspilgerfahrt) versammelt haben. Dabei befahl er den Anwesenden und allen Muslimen die nach ihnen kommen werden, respektvoll und höflich gegenüber Frauen zu sein.

Er sagte:“ Fürchtet Allah in Bezug auf die Frauen. Wahrlich, ihr habt sie mit Allahs Vertrauen geheiratet und habt euch ihre Körper erlaubt gemacht mit dem Gesetz Allahs. Ihr habt Rechte über sie und sie haben Rechte über euch, dass ihr sie kleidet wie ihr euch kleidetet und ihnen das zu essen gibt was ihr selber esst.

 

Im Islam ist die Frau eine unabhängige Persönlichkeit. Sie kann jederzeit Verträge oder ein Vermächtnis in ihrem eigenen Namen unterschreiben. Sie ist erbfähig als Mutter, als Frau, als Schwester oder als Tochter. Sie hat die Wahl sich ihren Ehemann auszusuchen. Die heidnische Gesellschaft im vorislamischen Arabien hatte völlig irrationale Vorurteile gegenüber kleinen Mädchen, deswegen wurden sie lebendig begraben. Der Gesandte Allahs (Friede und Segen auf ihm) war absolut gegen diesen Brauch. Er machte ihnen klar, dass ihre Mädchen sie, wie ein Schirm, vom Höllenfeuer bewahren.

 

Es wurde von der Frau des Propheten überliefert, Aicha, dass eine Frau mit ihren zwei Töchtern in ihr Haus kam. Die Frau bat Aicha um eine milde Gabe, aber Aicha fand nix außer einer Dattel, welche Aicha der Frau gab. Die Frau teilte die Dattel für ihre Töchter, sie aß aber selber nichts von der Dattel. Dann ging sie. Als der Prophet nach Hause kam, erzählte Aicha im dieses Ereignis und er erklärte, dass die Töchter der Mutter ein Schutz vom Höllenfeuer sein werden.

 

Die schlimmste Lage für eine Frau ist, wenn ihr Mann dahingeschieden ist und sie als Witwe sich um ihre Kinder kümmern muss. In der östlichen Welt verdienen Frauen nicht immer genug Geld für ihr Leben, die Probleme der Witwenschaft sind unbeschreiblich. Der Prophet, unterstützte die Witwen. Die meisten seiner Frauen waren Witwen. Kaum jemand wollte eine Witwe heiraten, aber der Prophet ermutigte seine Gefährten dazu den Witwen zu heiraten. Er war immer bereit den Witwen zu helfen und befahl es seinen Gefährten ihm gleichzutun. Abu Hurayrah überliefert, dass der Prophet sagte:“ Jemand der einer Witwe hilft oder einer armen Person ist wie ein Mujhaid (Krieger) auf dem Wege Allahs oder wie jemand der in der Nacht nur betetet und tagsüber nur fastet.“

 

Frauen als Mütter verdienen großen Respekt im Islam. Der Koran spricht über die Rechte der Mutter in zahlreichen Versen. Muslime sollen ihren Müttern großen Respekt entgegenbringen und sie gut behandeln, auch wenn sie keine Muslimas sind. Der Prophet erklärte nachdrücklich, dass die Rechte der Mutter von höchster Bedeutung sind. Abu Huraira berichtete, dass ein Mann zum Propheten kam und fragte:“ O, Gesandter Allahs, welche Person hat das größte Recht von mir am besten behandelt zu werden?“. Er antwortete“ Deine Mutter“. „Und wer dann?“, Er antwortete:“ Deine Mutter“, „Und wer dann?“, er antwortete:“ deine Mutter“. „und wer dann“ und er antwortete: “Dein Vater“.

 

Bei einer anderen Gelegenheit, riet der Prophet einem Soldaten davon ab sich dem Kampf gegen die Qurais, zum Schutz des Islam, anzuschließen. Denn dies wird zu seiner Errettung führen. Muawiyah, der Sohn, von Jahimah, berichtet dass Jahimah zum Propheten kam und sagte:“ Gesandter Allahs! Ich möchte auf dem Wege Allahs kämpfen und ich bin bereit deinen Befehlen zu folgen. Er sagte:“ Dann gehe und helfe deiner Mutter, denn unter ihren Füßen ist das Paradies.

 

Die Gefährten des Propheten akzeptierten seine Lehre und dies führte zu einer Revolution in der Einstellung gegenüber den Frauen. Frauen wurden nicht mehr als Eigentum betrachtet, sondern als wesentlicher Bestandteil der Gesellschaft. Zum ersten Mal hatten Frauen ein Anrecht auf ihr Erbe. In diesem neuem Sozialenklima entdeckte die Frau sich selber und sie waren sehr aktiv in nützlichen Dienstleistungen, während der Kriege, die die heidnischen Araber den Muslimen aufzwangen. Sie trugen den Proviant für die Soldaten, heilten ihre Wunden und kämpften sogar mit ihnen, wenn es denn nötige war. Es wurde zu einem gewöhnlichen Bild, das Frauen ihren Männern auf den Feldern halfen, sowie im Handel oder ein unabhängiges Unternehmen führten.

 

Aicha berichtete, dass Saudah bint Zamah nachts raus ging. Umar erkannte sie und sagte:“ Bei Allah, O Saudah, warum versteckst du dich nicht vor uns?“. Sie ging zum Propheten (Friede und Segen auf ihm) und erzählte ihm darüber, während er in ihrem Haus zu Abend aß und er sagte:“ Es ist dir von Allah erlaubt das Hause zu verlassen, für deine Notwendigkeiten“.

Die grundlegende Idee des Islams ist, dass Ehemann und Ehefrau gut ausgebildete Partner sind, um ihr Haus zu einem glücklichen und blühenden Ort zu machen, dass sie treu und vertrauensvoll miteinander sind und wirklich am Wohlergehen des anderen interessiert sind, sowohl auch am Wohlergehen der Kinder. Von der Frau wird erwartet, dass sie auch einen menschlichen Einfluss auf ihren Ehemann ausübt und die harte Ernsthaftigkeit, die dem Mann angeboren ist, zu erweichen. Dem Mann ist vorgeschrieben die Frau sorgfältig zu erziehen, damit sie ihre Qualitäten voll zu Geltung bringen kann.

 

„Unter meinen Gefährten ist der beste Mann, derjenige der seine Frau am besten behandelt und die beste Frau ist diejenige, die ihren Mann am besten behandelt. Für jede solche Frau wird eine Belohnung aufgezeichnet die mit der Belohnung von tausend Märtyrern gleichwertig ist. Zudem ist unter meinen Nachfolgerinnen die beste, die ihre Ehemänner in ihrer Arbeit unterstützen und sie lieben, außer wenn er die Gesetze Allahs überschreitet.“

 

Einst fragt Muawiyah den Propheten(Friede und Segen auf ihm):“ Was sind die Rechte der Frau gegenüber ihren Ehemann?“ Der Prophet antwortete:“ Gib ihr zu essen, was du isst und kleide sie wenn du dich kleidest, schlage sie nicht ins Gesicht oder misshandle sie nicht und trenne dich nicht von ihr, außer im Haus. Einmal kam eine Frau zum Propheten, sie beschwerte sich über ihren Ehemann. Ersagte: “Es gibt keine Frau, die etwas, um es an der richtigen Stelle zu ersetzen, mit Blick auf das Aufräumen ihres Mannes Haus entfernt, außer dass Allah legt es als eine Tugend für sie. Auch gibt es einen Mann, der mit seiner Frau Hand in Hand geht, sondern dass Allah legt es als eine Tugend für ihn, und wenn er seinen Arm um ihre Schulter in der Liebe ausdrückt, seine Tugend wird verzehnfacht.“Einst hörte man wie er die Frauen der Quraisch lobte, weil sie zu ihren Kindern sehr freundlich sind und weil sie vorsichtig mit den Eigentum ihrer Ehemänner umgehen.

 

Die Scharia sieht  Frauen in geistiger und intellektueller Basis den Mann als ebenbürtig an.

Die Hauptunterscheidung ist aber im körperlichen Bereich, wo die Scharia eine gerechte Arbeitsteilung vorsieht. Der körperliche Vorteil erlaubt den Mann härter zu arbeiten und macht ihn deshalb für den Unterhalt der Familie verantwortlich. Die Frauen dagegen managen

Das Haus und kümmert sich um die Erziehung der Kinder, welche für eine erfolgreich und gesunde Gesellschaft von großer Bedeutung ist.

 

Es ist eine Tatsache, dass eine Verwaltung der Familie ohne eine dominante Person nicht möglich ist. Deswegen sieht die Scharia den Mann als Oberhaupt der Familie, er soll sich aber bei jeder Entscheidung mit seiner Familie beraten und erst dann die richtige Entscheidung fällen. Er hat aber nicht das Recht seine Macht zu missbrauchen, um seiner Frau zu schaden. Jede Überschreitung der Regeln birgt die Gefahr Allahs Bevorzugung zu verlieren, weil seine Frau nicht sein Untergebener ist, aber sie ist, um die Wörter des Propheten (Friede und Segen auf ihm) zu verwenden, „Die Königin des Hauses“ und dies ist die Position die ein wahrer Gläubiger seiner Frau gewähren soll. Westliche Ansichten über die Befreiung oder Emanzipation ist eine verkleidete Form der Ausnutzung ihres Körpers, sowie der Entzug ihrer Ehre und eine Verminderung ihrer Seele.