Frauen im Islam

Zu einer Zeit als der Rest der Welt, von Griechenland und Rom bis hin zu Indien und China, Frauen als nichts besseres wie Kinder oder Sklaven betrachtet hat, mit keinerlei Rechten, erkannte der Islam die Gleichberechtigung von Mann und Frau in zahlreichen Punkten an:

Der Quran sagt:

„Und es gehört zu Seinen Zeichen, dass Er euch aus euch selbst Gattinnen erschaffen hat, damit ihr bei ihnen Ruhe findet; und Er  hat Zuneigung und Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die nachdenken.“ [Der edle Quran30:21]  

Der Prophet Muhammed (Frieden und Segen auf ihm) sagte:

Die vollkommensten im Glauben sind von den Gläubigen die Besten an Charakter und Benehmen, und die Besten von euch sind die, die ihre Frauen am besten (behandeln).“  [Abu Dawud]

Muslime glauben daran, dass Adam und Eva aus der gleichen Seele erschaffen wurden. Beide waren gleichermaßen an der Sünde und daran, dass sie in Ungnade gefallen sind schuldig und Allah vergab ihnen beiden. Viele Frauen im Islam hatten einen hohen Status. Betrachte die Tatsache, dass die erste Person, die zum Islam konvertiert ist, Chadija war, die Frau von Muhammed, die er sowohl liebte als auch respektierte. Seine Lieblingsfrau nach Chadija, war Aischa, die als Gelehrtin und  die größte Quelle der Hadith-Literartur berühmt wurde. Viele weibliche Gefährten vollendeten großartige Taten und erlangten Ruhm und  die ganze islamische Geschichte über, gab es berühmte und einflussreiche Gelehrtinnen und Juristinnen.   

Erwähnenswert ist auch, dass während der Westen den Islam hinsichtlich der Behandlung von Frauen kritisiert, tatsächlich eine Reihe von muslimischen Ländern, Frauen als Herrscher und Präsidenten hatte. Um nur einige zu nennen: die Türkei, Bangladesch und Pakistan.

Im Hinblick auf Bildung haben sowohl Frauen als auch Männer die gleichen Rechte und Pflichten. Dies wird aus dem Ausspruch des Propheten Muhammed klar ersichtlich:

"Das Streben nach Wissen ist Pflicht für jeden Gläubigen" [Ibn Majah]

Dies schließt Männer und Frauen ein.

Eine Frau soll, da Gott sie mit Rechten  ausgestattet hat, wie ein Mensch behandelt werden, mit dem Recht auf Eigentum und der freien Verfügung über ihre eigenen Besitztümer  und Verdienste und dem Recht Verträge abzuschließen und das sogar nach der Heirat. Sie hat das Recht auf Bildung und das Recht außerhalb des Hauses zu arbeiten, wenn sie sich dafür entscheidet. Sie hat das Recht von ihrem Vater, ihrer Mutter und ihrem Ehemann zu erben. Ein interessanter Punkt, den man beachten sollte, ist, dass im Islam, im Gegensatz zu anderen Religionen, eine Frau ein Imam sein kann, also eine Leiterin des gemeinschaftlichen Gebetes für eine Gruppe von Frauen.

Eine muslimische Frau hat auch Pflichten. Alle Gesetze und Vorschriften, die das Gebet, das Fasten, das Spenden, die Pilgerfahrt, das Verrichten guter Taten etc. betreffen , gelten entsprechend für  die Frauen, wobei es geringe Unterschiede gibt, die hauptsächlich mit der weiblichen Physiologie zu tun haben. 

Vor der Heirat, hat eine muslimische Frau das Recht ihren Ehemann frei auszusuchen. Die islamische Gesetzesordnung ist in Bezug auf die Notwendigkeit der Zustimmung der Frau zur Heirat sehr strikt. Der Bräutigam zahlt der Braut eine Heiratsaussteuer  für ihren persönlichen Gebrauch aus. Sie behält ihren Familiennamen bei, anstatt den ihres Mannes zu übernehmen. Als Ehefrau hat eine Frau das Recht von ihrem Mann unterstützt  zu werden, selbst wenn sie bereits wohlhabend ist. Sie hat auch das Recht die Scheidung und das Sorgerecht für junge Kinder aufzusuchen. Sie gibt ihre Aussteuer nicht zurück, außer in einigen ungewöhnlichen Situationen.    

Trotz der Tatsache, dass in vielen Orten und Zeiten muslimische Gemeinschaften, sich in der Praxis nicht immer an alles oder nahezu vielem vom Vorausgehenden gehalten haben, war das Ideal schon seit über 1400 Jahren da, während so gut wie alle bedeutenden Zivilisationen bis zum 19. und 20. Jahrhundert, nicht damit angefangen hatten, diese Themen anzusprechen oder gar ihre negativen Einstellungen zu verändern und selbst  heute gibt es immer noch viele Zivilisationen welche dies noch tun müssen.