Die verbindlichen Voraussetzungen des islamischen Hidschab

 

1. Bedecken des Körpers

 

Es herrscht Einigkeit unter den Gelehrten, dass das Gesicht und die Hände bedeckt werden müssen. Viele Gelehrte sagen, es ist der Frau erlaubt ihr Gesicht und ihre Hände zu zeigen, wenn dadurch keine Fitnah (Betörung) ausgelöst wird.

 

Zwei Dinge müssen berücksichtigt werden

·         Wenn sie schön ist und ihr Gesicht und ihre Hände mit fremden Substanzen noch verschönert, oder

·         die Gesellschaft um sie herum verdorben ist, sodass Männer nicht ihre Blicke senken, dann ist es ihr verboten ihr Gesicht oder ihre Hände zu zeigen.

 

Die Frau des Propheten (Frieden und Segen sei auf ihm), Umm Salmah, sagte:

 

„Als der Vers, dass sie ihre äußeren Gewänder über ihre Körper hüllen sollen, offenbart wurde,   kamen die Frauen der Ansar heraus, so bekleidet mit ihren Gewändern, dass es aussah als hätten sie Krähen über ihren Köpfen.“

 

Aber wohl die beste Meinung ist, da es keine Beweis für die Pflicht des Bedeckens des gesamtes Körpers gibt, dass alles bedeckt sein sollte außer Hände und Gesicht.

 

2. Der Hidschab darf nicht der zur Schaustellung dienen

 

Der Hidschab selbst darf nicht zu zur Schaustellung dienen. Allah bestimmte den Hidschab zur Bedeckung der Schönheit der Frau und nicht zum Prahlen. Allah sagt:

 

„Ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer dem, was sonst sichtbar ist.“ [Edler Quran 24:31]

 

„Haltet euch in euren Häusern auf, und stellt euch nicht zur Schau wie in der Zeit der früheren Unwissenheit.“ [Edler Quran 33:33]

 

Es ist in keinster Weise logisch, dass der Hidschab selbst als Objekt der zur Schaustellung dient.

 

3. Der Hijab darf nicht transparent sein

 

Der Zweck des Hidshcab muss erreicht werden. Zur Erfüllung des eigentlichen Zwecks des Hijab als Bedeckung, darf er nicht aus transparentem Material gefertigt sein, der die Frau nur des Namens wegen bedeckt, während sie jedoch wirklich nackt ist. Der Prophet (Frieden und Segen sei auf ihm) wird wie folgt zitiert:

 

„Im letzten Teil meiner Ummah (Gemeinschaft der Muslime) werden Frauen sein die angezogen und trotzdem nackt sind, sie tragen ihr Haar so hoch wie die Höcker des Bukht Kamels, verfluche sie, da sie verflucht sind. Sie werden Al-Jannah weder betreten, noch werden sie überhaupt seinen Duft wahrnehmen obwohl sein Duft aus einer Entfernung wahrgenommen werden kann die einer 500 jährigen Reise auf einem Kamel entspricht.“

 

Dies zeigt, dass Frauen sich selbst einer schweren und zerstörerischen Sünde schuldig machen, wenn sie dünne und durchsichtige Kleidung tragen die ihre Körperformen sichtbar machen.

 

4. Der Hidschab muss weit und nicht eng sein

 

Der Hidschab ist eine Absicherung gegen Fitnah. Wenn es eng ist, beschreibt es den Körper der Frau und dies verletzt und zerstört den gesamten Zweck des Hidschab.

 

5. Der Hidschab darf nicht parfümiert sein

 

Nach der Überlieferung von Ad-Diya` Al-Maqdisi, sagte der Prophet (Frieden und Segen sei auf ihm):

„Jede Frau, die sich parfümiert und an ein paar Leuten vorbei kommt die ihren Duft riechen, ist eine Ziniyah (Ehebrecherin).“

 

6. Der Hidschab sollte nicht der Bekleidung des Mannes gleichen

 

Imam Ahmed, an-Nasa´i berichtete, dass der Prophet (Frieden und Segen sein auf ihm) gesagt haben soll:

 

„Frauen die die Gewohnheiten von Männern annehmen sind nicht von uns, genauso wie die Männer die die Gewohnheiten von Frauen annehmen.“

 

Abu Huraira überlieferte: “Der Prophet (Frieden und Segen sei auf ihm) verfluchte den Mann, der die Bekleidung der Frau trägt und die Frau die die Bekleidung des Mannes trägt.“

 

7. Der Hidschab darf nicht der Bekleidung der Kuffar ähneln

 

Abu Dawud und Ahmed haben berichtet, dass der Prophet (Frieden und Segen sei auf ihm) sagte:

 

„Derjenige der sich in einer ähnlichen Art und Weise wie bestimmte Leute benimmt, er/sie wird einer von ihnen.“

 

Abdullah bin Umar sagte: „Der Prophet (Frieden und Segen sei auf ihm) sah mich zwei Kleidungsstücke tragen die mit Safran (Orange) gefärbt waren, daraufhin sagte er: Diese Kleidung wird (normalerweise) von den Kuffar getragen, so trage sie nicht.“

 

8. Der Hidschab sollte nicht zum Zwecke des Ruhmes dienen

 

Abu Dawud und Ibn Majah haben berichtet, dass der Prophet (Frieden und Segen sei auf ihm) gesagt hat:

 

„Derjenige der ein Kleidungsstück trägt um weltlichen Ruhm zu erlangen, denjenigen wird Allah am Tag der Auferstehung ein Kleidungsstück der Bescheidenheit tragen lassen dann wird er in Flammen gesteckt.“

 

Die Bekleidung des Ruhmes ist jedes Kleidungsstück welches eine Person trägt um berühmt auszusehen. Dies ist der Fall wenn ein Kleidungsstück sehr wertvoll ist und Bewunderung für das Diesseits ausdrückt, oder wenn es aufgrund seiner schlechten Qualität gewählt wurde um sein fehlendes Interesse für das Diesseits zu zeigen. Jemand könnte Kleidung mit auffallenden Farben wählen um Aufmerksamkeit zu erregen, sich Stolz und Arrogant zu präsentieren.

 

9. Verborgene Möglichkeiten der zur Schaustellung

 

Nach Untersuchung der zahlreichen Bedingungen für den Hidschab wird man bemerken, dass viele der jungen muslimischen Frauen diese Bedingungen nicht erfüllen. Viele ergreifen nur halb-herzige Maßnahmen, welche nicht nur die Gesellschaft in der sie lebt täuscht sondern auch die Befehle Allahs. Sie betrachten das was sie nun tragen fälschlicherweise als „Hidschab“. Also, O Muslime, seid Aufmerksam gegenüber Allah und seinem Gesandten (Frieden und Segen sei auf ihm), und hütet euch vor dem Betrug an euch von jenen die eure Taten „Segnen“ und ihre wahren Beweggründe verschweigen. Lasst euch nicht betrügen denn es gibt keine Entschuldigung dem Bösen zu verfallen.

 

Wenn ihr aufrichtig nach der Erlangung von Al-Jannah strebt, dann hütet euch vor diesen Dingen, insha´Allah